Spatenstich für Autobahndeckel über die A7 in Altona

Stand: 27.04.2021 15:35 Uhr

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) war bei dem ersten Spatenstich für den Autobahndeckel in Altona dabei. Wegen der Corona-Pandemie war der Termin verschoben worden.

Scheuer und Tjarks haben den Baubeginn des Lärmschutztunnels Altona und die Verbreiterung der A7 gefeiert © dpa Foto: Christian Charisius
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) gibt das Signal zum symbolischen Spatenstich.

Scheuer drückte auf einen roten Knopf und ein Bagger senkte seine Schaufel in einen Kieshaufen. Mit diesem symbolischen Spatenstich haben der Bundesverkehrsminister und Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) den Baubeginn des Lärmschutztunnels Altona und die Verbreiterung der Autobahn 7 gefeiert - nachträglich. Denn die Bauarbeiten haben schon vor Wochen begonnen.

Vorteile für Straßenverkehr und Anwohner

"Die Menschen in unserm Land brauchen und erwarten leistungsstarke Straßen", sagte Scheuer bei der Zeremonie. Mit der Verbreiterung der Autobahn auf acht Spuren würden Engpässe beseitigt und der Verkehrsfluss verbessert. Die A7 sei für Deutschlands Wirtschaft, Hamburgs Hafen und den Pendlerverkehr die Lebensader, so Scheuer. Außerdem profitierten die Anwohnerinnen und Anwohner durch den mehr als zwei Kilometer langen Lärmschutz und die Grünflächen auf dem Tunneldach. Tjarks sagte: "Das Gesamtprojekt verdeutlicht, dass Autobahn- und Stadtentwicklungsprojekte in Hamburg Hand in Hand gehen können." Der Lärmschutztunnel werde eine neue Stadtfläche von insgesamt 19 Hektar mit Raum für Grünanlagen, Kleingärten und Wohnungsbau schaffen.

Fertigstellung der ersten Röhre für 2025 geplant

Den Planungen zufolge sollen die Bauarbeiten noch rund sieben Jahre dauern. Der sechsspurige Verkehr auf der A7 soll währenddessen aufrechterhalten bleiben. Nach der Fertigstelllung stehen vier Spuren je Richtung zur Verfügung. Die Fertigstellung der ersten Tunnelröhre ist für Ende 2025 geplant. Von da an soll der Autobahnverkehr unter dem Betondeckel verschwinden. Für die Anwohnenden soll der Verkehrslärm dann schon nahezu vollständig verschwunden sein, wie die Bundesplanungsgesellschaft DEGES erklärte. 2028 soll dann das gesamte Projekt fertig sein.

Baukosten betragen fast 800 Millionen Euro

Gut 2,2 Kilometer lang und etwa 45 Meter breit wird das Bauwerk nördlich des Elbtunnels - bedeutend länger als die bereits gebauten Lärmschutztunnel in Schnelsen und Stellingen. Die Baukosten für das Projekt betragen 790 Millionen Euro. Hamburg wird davon nach früheren Angaben von Tjarks 291 Millionen Euro übernehmen. Die Kosten für die Begrünung des Deckels seien darin noch nicht enthalten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 Aktuell | 27.04.2021 | 15:00 Uhr

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