Stand: 04.06.2019 08:34 Uhr

Sommerbaustelle der U1: Probleme zum Start

Fahrgäste der U1 müssen seit Montagmorgen mit einer dreimonatigen Sperrung im Norden Hamburgs zurechtkommen: Zwischen Ohlsdorf und Langenhorn Markt fahren bis Ende August Busse statt U-Bahnen. Gleich drei U-Bahnstationen werden bis zum 25. August nicht angefahren: Klein Borstel, Fuhlsbüttel und Fuhlsbüttel-Nord.

Wartezeiten am ersten Tag

Der erste Tag des Ersatzverkehrs startete mit ein paar Problemen: Beim ersten Zug am Montag um kurz nach 4 Uhr reichte der Ersatzbus nicht für die vielen Frühschicht-Pendler. Am Langenhorner Markt mussten sie auf den nächsten Bus warten. Zudem fehlte die Ausschilderung. Hochbahn-Sprecher Christoph Kreienbaum sagte NDR 90,3: "Bis kurz vor 9 Uhr mussten Fahrgäste ärgerlicherweise wegen der Schlangen ein bis zwei Busse abfahren lassen, bevor sie mitkamen." Zwar setzte die Hochbahn 15 Gelenkbusse ein, doch die kamen kaum voran, weil auf Krohnstieg, Langenhorner Chaussee und Erdkampsweg der übliche Montagmorgen-Stau herrschte.

Am Nachmittag entspannte sich die Lage als auch der Berufsverkehr sich auf einen längeren Zeitraum entzerrte. Künftig sollen dann auch weitere Busse für eine Entspannung der Situation sorgen.

Es gibt auch eine Schnellbus-Verbindung

Wegen der Vollsperrung müssen auf der Strecke täglich 60.000 Fahrgäste die Ersatzbusse nutzen. Werktags fahren auch Expressbusse direkt zwischen Ohlsdorf und Langenhorn Markt. Sie sind montags bis freitags von 6 bis 21.30 Uhr und sonnabends von 10 bis 21 Uhr auf der Strecke unterwegs. Sonntags verkehren sie allerdings nicht.

Aufzüge und neue Bahnsteige

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In Fuhlsbüttel Nord wird neben dem Bahnsteig auch die Schalterhallendecke erneuert.

Grund für die Sperrung sind Bauarbeiten: Die Haltestellen Fuhlsbüttel Nord und Klein Borstel sollen neben Aufzügen komplett neue, erhöhte Bahnsteige bekommen. Nach 100 Jahren im Betrieb sind sie marode und zu niedrig für Rollstuhlfahrer. "Wir tragen die Kanten und den Belag ab, wir setzen komplett neue Kanten und haben dann in seiner Grundkonstruktion einen frischen Bahnsteig, der wieder für 100 Jahre gut ist", sagte Volker Schmidt von der Hochbahn.

Kosten: 15 Millionen Euro

Warum das gleich 13 Wochen dauert, erklärt Projektleiterin Claudia Finger auch mit den Bauarbeiten in Fuhlsbüttel Nord: "Hier werden wir die Schalterhallen-Decke erneuern, die ihre Lebenszeit erreicht hat. Wir greifen mit dem Aufzugschacht sowieso in die Deckenkonstruktion sein." An der Haltestelle Klein Borstel wird eine neue Treppe und deren Überdachung gebaut. Außerdem werden auf der gesamten Strecke zwischen Ohlsdorf und Fuhlsbüttel Nord Weichen, Schienen und Schwellen ausgetauscht. Die Gesamtkosten belaufen sich laut Hochbahn auf 15 Millionen Euro.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 04.06.2019 | 08:30 Uhr

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