Stand: 12.07.2018 20:06 Uhr

Sieben Jahre Streit um Sozialwohnungen

Bezahlbarer Wohnraum ist knapp in Hamburg. Insbesondere Sozialwohnungen werden laut der rot-grünen Koalition gebraucht - und deshalb besonders gefördert. Die SAGA plant unter anderem in Dulsberg einen entsprechenden Bau mit 21 Sozialwohnungen. Doch seit sieben Jahren kommt die städtische Wohnungsgesellschaft nicht voran. Grund sind Auseinandersetzungen mit Anwohnern.

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Nachverdichtung: Anwohner-Klage abgewiesen

Hamburg Journal -

Am Bartensteiner Weg will die SAGA 21 Sozialwohnungen bauen. Doch die Bewohner der anliegenden Einfamilienhäuser wollen das verhindern. Ihre Klage wurde jedoch abgewiesen.

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SAGA-Plan: 21 Sozialwohnungen in Dulsberg

Der Plan der SAGA vor sieben Jahren sah vor, zwei Gebäude mit 21 Sozialwohnungen und einer Tiefgarage zu bauen. Vier beziehungsweise drei Etagen sollten die beiden Gebäude am Bartensteiner Weg haben. Dafür lag eine Genehmigung des Bezirksamts Wandsbek vor. Anwohner der benachbarten Einfamilienhäuser wehrten sich jedoch gegen die Umsetzung des Projekts.

Den Anwohnern zufolge passen die größeren Gebäude nicht in das Wohnumfeld. Der SAGA-Bau sei zu massiv und die Tiefgarage gefährde benachbarte Reihenhäuser. Die Zahl möglicher neuer Bewohner sei außerdem zu hoch für die kleine Siedlung, sagten die Anwohner dem Hamburg Journal. Sie sammelten Unterschriften und klagten gegen die Nachverdichtung - bislang ohne Erfolg.

Arbeiter stehten auf der Baustelle eines Mehrfamilienhauses der SAGA GWG in Hamburg. © dpa Fotograf: Bodo Marks

SAGA kämpft seit sieben Jahren für Sozialwohnungen

NDR 90,3 - NDR 90,3 Aktuell -

Seit sieben Jahren versucht die SAGA, in Dulsberg Sozialwohnungen zu bauen. Doch das Projekt löstAuseinandersetzungen mit Anwohnern aus.

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Fronten seit sieben Jahren verhärtet

Auch bei Verhandlungen zwischen der SAGA und den Anwohnern sowie bei Vermittlungsversuchen mit Bezirkspolitikern wurde kein Kompromiss erzielt. Die Fronten sind weiter verhärtet. Nach sieben konfliktreichen Jahren musste der Dulsberger Bau inzwischen neu ausgeschrieben werden. Laut SAGA sind die Gesamtkosten für die beiden Häuser inzwischen stark angestiegen. Bis in die Dulsberger Wohnungen 21 Familien einziehen können, werden demnach mindestens zwei weitere Jahre vergehen.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 02.07.2018 | 19:30 Uhr

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