Stand: 17.10.2018 16:29 Uhr

Senat hofft auf günstiges Bauland vom Bund

Der Hamburger Senat hofft, durch günstige Bundesgrundstücke den sozialen Wohnungsbau weiter ankurbeln zu können. Nach Informationen von NDR 90,3 besitzt der Bund noch 302 Grundstücke im Stadtgebiet. Bislang fordert er normale Marktpreise für seine ehemaligen Kasernen oder Katastrophenschutzgelände. Die Stadt hingegen hat kaum noch eigene Bauflächen. Dieser Grundstücksmangel ist die größte Hürde für den Wohnungsbau in Hamburg.

Bund will Grundstücke günstig abgeben

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Nun gibt es offenbar eine Kehrtwende in Berlin, die Hoffnung auf billiges Bauland macht: Die Große Koalition hat angekündigt, bundeseigene Grundstücke sehr günstig an die Städte zu verkaufen, wenn dort geförderte Wohnungen entstehen. Die zuständige Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) leitet seit kurzem Christoph Krupp, ehemaliger Chef der Hamburger Senatskanzlei. Für Hamburgs Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt ist die Kehrtwende in Berlin auch ein Verdienst von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (beide SPD). Dessen Vorgänger hätten hier gemauert, sagte sie NDR 90,3.

Finanzsenator: Viel Potenzial für Wohnungsbau

Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) teilte mit: "Über den Ankauf und die Entwicklung von Liegenschaften des Bundes ist unser Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen mit der BImA im stetigen Austausch. Die Ankündigung des neuen Vorstandssprechers Christoph Krupp gibt uns hier also zusätzlichen Rückenwind für den Wohnungsbau. Wie viele Wohnungen jeweils konkret entstehen könnten, lässt sich pauschal natürlich noch nicht abschätzen und hängt von vielen Faktoren ab. Aber angesichts der Vielzahl an Liegenschaften des Bundes in unserer Stadt ist klar, dass hier noch eine Menge Potenzial für künftigen Wohnungsbau schlummert."

Mieterverein fordert Sozialwohnungen

Hamburgs Finanzbehörde teilte NDR 90,3 mit, der Bund besitze 385 Hektar in Hamburg, in 302 Liegenschaften. Wie viele er verkaufen werde und wie viele Wohnungen entstehen, sei bislang unklar. Laut Stapelfeldt müsse man zudem erst noch prüfen, um welche Grundstücke es sich handle und ob dort Baurecht bestehe. Der Mieterverein zu Hamburg forderte, die Bundesgrundstücke dürften nicht an private Investoren gehen. Geschäftsführer Siegmund Chychla sagte, SAGA und Genossenschaften sollten dort schnellstmöglich Sozialwohnungen bauen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.10.2018 | 08:00 Uhr

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