Stand: 24.09.2019 15:47 Uhr

Hamburg stockt Zahl neuer Schulen noch mal auf

Hamburg stockt die Zahl der geplanten Schul-Neubauten noch einmal auf: Mit 44 neuen staatlichen Schulen - und damit 6 mehr als ursprünglich geplant - will die Hansestadt den stark steigenden Schülerzahlen in den kommenden Jahren gerecht werden. Das sieht der überarbeitete Schulentwicklungsplan vor, den Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Dienstag vorgelegt hat.

Schulsenator Ties Rabe.

Hamburg plant 44 neue staatliche Schulen

Hamburg Journal -

Schulsenator Ties Rabe hat den überarbeiteten Schulentwicklungsplan präsentiert. Vier Milliarden Euro will die Stadt bis 2030 investieren, 44 neue Schulen sollen entstehen.

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Geplant sind demnach 21 neue Grund- und 13 Stadtteilschulen sowie 7 Gymnasien. Zudem drei neue Schulen, über deren Form noch nicht entschieden ist. Auf den Entwurf des Schulentwicklungsplans im Mai seien "sehr viele Ideen und Anregungen gekommen", sagte Rabe. "Und so weit es ging haben wir diese Anregungen aufgenommen." Seine Behörde sei in 50 Fällen auf Kritik und Verbesserungsvorschläge eingegangen.

Max-Brauer-Schule bekommt fünf statt sechs Züge

So wird in Meiendorf zum Beispiel auf ein neues Gymnasium verzichtet, weil die bestehenden dagegen protestiert hatten. Auch auf die Sorgen einiger Schulen, sie könnten zu groß werden, sei reagiert worden. Der Grundschulteil der Max-Brauer-Schule in Altona bekommt fünf statt der geplanten sechs neue Züge. Im Gegenzug müssten dann aber auch die umliegenden Grundschulen Trenkerweg und Bahrenfelder Straße auf fünf Züge erweitert werden. Damit hätten fast alle Grundschulen im Altonaer Kerngebiet fünf Parallelklassen. "Wir finden das fair."

Vier Milliarden Euro für Aus- und Neubau

Bis 2030 wolle die Stadt mehr als vier Milliarden Euro in den Aus- und Neubau der Schulen investieren, sagte Rabe. "Es ist eine gewaltige Aufgabe, die Schulen auf diesen Anstieg gut vorzubereiten und für rund 40.000 zusätzliche Schülerinnen und Schüler einen guten Schulplatz zu schaffen."

Kritik von der Opposition

Die CDU kritisierte das Beteiligungsverfahren am Schulentwicklungsplan als zu kurzfristig. Nur drei Werktage seien seit der öffentlichen Anhörung zum Schulentwicklungsplan vergangen, sagte die Schulexpertin der Fraktion, Birgit Stöver. "Wie sollen in dieser kurzen Zeit die zum Teil sehr umfangreichen Stellungnahmen sowie die Anmerkungen der öffentlichen Anhörung umgesetzt worden sein?"

Auch die schulpolitische Sprecherin der Linken, Sabine Boeddinghaus, verwies auf die kurze Reaktionszeit seit der Anhörung im Schulausschuss. "Auch der überarbeitete Plan ist bestenfalls ein Notprogramm", sagte sie. Schüler, Eltern und Lehrer hätten nicht ausreichend Zeit gehabt, um ihre Positionen auszuarbeiten und an die Behörde zu kommunizieren, bemängelte auch die Bildungsexpertin der FDP, Anna von Treuenfels.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 24.09.2019 | 15:00 Uhr

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