Stand: 21.11.2019 11:32 Uhr

Schüsse auf Rockerboss: 73-Jähriger verhaftet

Nach Schüssen auf den Fahrer untersuchen Polizisten einen weißen Bentley auf Hamburg-St.Pauli. © picture alliance/dpa Foto: Mücahid Güler
August 2018: Schüsse treffen einen "Hells-Angels"-Anführer in einem weißen Bentley am Millerntorplatz.

In einem der spektakulärsten Hamburger Kriminalfälle der vergangenen Jahre gibt es eine neue Wendung. Mehr als ein Jahr nach den beinahe tödlichen Schüssen auf einen Rockerboss auf dem Kiez ist nun der Vater des mutmaßlichen Auftraggebers in Jenfeld festgenommen worden. "Ihm wird vorgeworfen, an den Planungen beteiligt gewesen zu sein", sagte eine Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft am Donnerstag.

Wird er gemeinsam mit dem Schützen angeklagt?

Der 73-Jährige werde sich deshalb wegen versuchten gemeinschaftlichen Mordes und gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten müssen. Vor wenigen Monaten war auch der mutmaßliche Schütze in Bulgarien festgenommen worden. Beide sollen nun gemeinsam angeklagt werden.

Auftraggeber und Fahrerin schon verurteilt

Der 29 Jahre alte Sohn des 73-Jährigen war Anfang Juni wegen versuchten Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Die Strafkammer war davon überzeugt, dass der Angeklagte aus dem Gefängnis heraus aus Rache den Mord an dem Rockerboss in Auftrag gegeben hatte. Im Sommer 2018 war das Opfer kurz vor Mitternacht am Millerntorplatz an einer Ampel in seinem Auto mit fünf Schüssen lebensgefährlich verletzt worden. Der Hells-Angels-Anführer ist seitdem querschnittsgelähmt. Das Auto, aus dem heraus geschossen wurde, hatte die Freundin des Angeklagten gefahren. Auch die 25-Jährige wurde bereits verurteilt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 21.11.2019 | 11:00 Uhr

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