SAGA-Wohnungen in Hamburg. © picture alliance / dpa Foto: Daniel Bockwoldt

SAGA verpflichtet sich, Immobilien zu behalten

Stand: 12.03.2021 06:29 Uhr

Das städtische Hamburger Wohnungsunternehmen SAGA will in Zukunft keine Wohnungen mehr verkaufen. Einzige Ausnahme: Wenige Einzelfälle, in denen Mieterinnen und Mietern ihre Wohnung bereits angeboten wurde.

Tausende ehemalige SAGA-Mieterinnen und -Mieter sind in den vergangenen Jahren zu Eigentümerinnen und Eigentümern geworden. Vor allem Menschen mit eher kleinem Einkommen konnten so vergleichsweise günstig Eigentum erwerben. Begonnen wurde dieses Programm vor rund 20 Jahren unter dem damaligen CDU-Bürgermeister Ole von Beust.

Angespannter Mietmarkt

Jetzt die Kehrtwende: Mit einem sogenannten Moratorium verpflichtet sich die SAGA, nahezu ausnahmslos alle jetzigen Immobilien zu behalten. Damit soll verhindert werden, dass die Preise auf dem angespannten Mietenmarkt weiter stark steigen, meint Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeld.

Neubau, um die Lage zu entspannen

Die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Martina Koeppen spricht von einem kräftigen Signal für den Hamburger Wohnungsmarkt. Und SAGA-Chef Thomas Krebs kündigt an, dass sein Unternehmen auch durch den Neubau von günstigen Wohnungen die Lage entspannen will. Die SAGA hat mehr als 135.000 und ist damit das größte kommunale Unternehmen seiner Art in Deutschland.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 12.03.2021 | 07:00 Uhr

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