SAGA: Weniger neue Wohnungen, aber Mieten bleiben günstig

Stand: 01.07.2021 20:59 Uhr

Bei der SAGA macht sich die überhitzte Baukonjunktur bemerkbar: Hamburgs städtisches Wohnungsunternehmen hat im vergangenen Jahr weniger Wohnungen fertiggestellt oder mit ihrem Bau begonnen als zuvor.

844 fertige Wohnungen wurden im vergangenen Jahr fertig - ein Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum. Die gut 1.800 Baustarts in Hamburg bedeuten ein Zehntel weniger als zuvor. Die Gründe sind nicht überraschend: Es herrscht Mangel an Handwerkskräften und Baumaterial.

Es wurde auch weniger modernisiert

Wobei die SAGA nicht ganz so stark betroffen ist, da sie sich für ihre Großprojekte langfristig Bauholz und Wärmedämmungen gesichert hat. Die Wohnungs-Modernisierungen knickten um 19 Millionen Euro ein, da Handwerkende fehlten und in der Pandemie nicht so gern ins Haus gelassen wurden.

SAGA-Wohnungen weiter deutlich günstiger als der Mietmarkt

Freuen können sich aber die Mieterinnen und Mieter der 137.000 SAGA-Wohnungen: Die Kaltmiete stieg zwar um 1,9 Prozent auf 6,84 pro Quadratmeter, liegt aber deutlich unter dem Mietenspiegel von 8,66 Euro. Auch bei den Betriebskosten lagen die städtischen Wohnungen mit 2,89 Euro pro Quadratmeter klar unter dem Hamburger Betriebskostenspiegel mit durchschnittlich 3,29 Euro.

Ansprüche an Wohnungen gestiegen

Wegen der Corona-Folgen stundete die SAGA 3.000 Haushalten vorübergehend die Miete. Doch eine Befragung zeigt: Die Pandemie senkte die Zufriedenheit mit den Wohnungen. Wegen Homeoffice und Homeschooling wünschen sich viele eine größere Wohnung.

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SAGA-Wohnungen in Hamburg. © picture alliance / dpa Foto: Daniel Bockwoldt

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Das städtische Hamburger Wohnungsunternehmen SAGA will in Zukunft keine Wohnungen mehr verkaufen. Ausnahmen gibt es allerdings. (12.03.2021) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 01.07.2021 | 13:00 Uhr

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