Stand: 18.01.2020 07:37 Uhr

Rot-Grün will mehr gegen Obdachlosigkeit tun

In Hamburg wollen sich SPD und Grüne stärker dafür einsetzen, Obdachlosigkeit zu verhindern und Menschen von der Straße zu holen. Es geht vor allem um Geringqualifizierte aus Osteuropa, die in der Hansestadt einen Job suchen. Oft landen sie schon in den ersten Tagen auf der Straße, weil sie sich keine Unterkunft leisten können oder sie zahlen horrende Preise für einen schlechten Schlafplatz. Geplant ist nun unter anderem eine kostengünstige, städtische Unterkunft für arbeitssuchende Menschen aus anderen EU-Staaten. In einem gemeinsamen Antrag an die Bürgerschaft fordert die rot-grüne Koalition den Senat auf, gemeinsam mit der Wirtschaft und den Gewerkschaften ein Konzept für eine preiswerte Arbeitnehmerunterkunft zu entwickeln.

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Mehr Hilfe auch für Menschen mit Suchtproblemen

Mit einem weiteren Antrag wollen SPD und Grüne den obdachlosen Menschen helfen, die es besonders schwer haben, nämlich Suchtkranken und psychisch Kranken. Sie sollen möglichst schnell direkt von der Straße in eine eigene Wohnung kommen. Bislang landen sie oft zunächst in öffentlichen Unterkünften.

Etwa 2.000 Menschen in Hamburg ohne feste Wohnung

Lob für die Initiativen kommt vom Obdachlosen-Magazin "Hinz&Kunzt". Die Koalition greife damit Forderungen auf, die schon lange erhoben wurden, heißt es. Nach Zahlen der Hamburger Sozialbehörde leben in der Hansestadt etwa 2.000 Menschen auf der Straße. Zwei von drei Betroffenen kommen laut einer Befragung aus dem März 2018 aus dem Ausland, viele von ihnen aus Osteuropa.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.01.2020 | 08:00 Uhr

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