Stand: 02.09.2020 08:37 Uhr

Retheklappbrücke: Reparatur dauert noch länger

Blick von der Rethe-Hubbrücke auf die Rethe-Klappbrücke im Hamburger Hafen. © picture alliance / dpa Foto: Daniel Bockwoldt
Zwei Hydraulikzylinder sorgen dafür, dass die Brücke auf- und zugeklappt werden kann. Einer der beiden hatte sich verbogen. (Archivfoto)

Die Reparatur der Retheklappbrücke im Hamburger Hafen zieht sich offenbar noch einmal deutlich länger hin als gedacht. Die Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA) will derzeit kein Datum nennen, bis wann der Defekt behoben ist.

Ersatzteil fehlt

Bereits seit fast zwei Wochen müssen Lastwagen, Auto- und Radfahrer einen großen Bogen um die Brücke machen. Der Grund: Ein defekter Hydraulikzylinder, mit dem die Klappteile der Brücke bewegt werden. Den gibt es aber nicht von der Stange - die Herstellerfirma in Süddeutschland soll derzeit ein Ersatzteil bauen für die Brücke. Ursprünglich hatte die HPA nur von einem Tag für die Reparatur gesprochen, daraus wurde zunächst eine Woche und dann noch eine. Jetzt heißt es aus der Hafenverwaltung: Wann der Schaden endgültig behoben ist, könne noch nicht abgesehen werden.

Gesamtkosten deutlich höher als geplant

Unterdessen räumt die HPA eine weitere massive Kostensteigerung bei Europas größter Klappbrücke ein. Ursprünglich waren knapp 100 Millionen Euro für den Bau geplant, zuletzt war von rund 180 Millionen die Rede. Inklusive Abriss der alten Brücke liegen die Gesamtkosten laut HPA inzwischen bei rund 230 Millionen Euro. Die Rethebrücke ist seit 2016 in Betrieb, laut HPA wurde sie allein in diesem Jahr zehn Mal wegen Störungen gesperrt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 02.09.2020 | 09:00 Uhr

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