Stand: 24.05.2019 21:40 Uhr

Rekordbeteiligung bei "Fridays for Future"-Demo

Appell an die Erwachsenen: Tausende Jugendliche demonstrieren in Hamburg für die Klima-Rettung.

Zwei Tage vor der Europawahl haben am Freitag besonders viele Jugendliche für die "Fridays for Future"-Bewegung in Hamburg demonstriert: Beim zweiten sogenannten globalen Klimastreik waren laut Polizei bis zu 17.000 Demonstranten in der Innenstadt unterwegs. Die Veranstalter sprachen sogar von 25.000 Menschen. Die Teilnehmer riefen laut im Chor "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!" und hielten unter anderem Plakate mit den Aufschriften "Klimaschutz statt Kohleschmutz", "Rettet die Welt" und "Stoppt Klimakiller" hoch.

Die Demonstranten zogen von St. Pauli aus zum Rathausmarkt. Im Innenstadtbereich kam es zu Einschränkungen im Straßenverkehr. Ursprünglich waren rund 10.000 Teilnehmer erwartet worden. Weltweit wurde am Freitag zu Kundgebungen in mehr als 100 Ländern aufgerufen.

Hohe Teilnehmerzahl motiviert Organisatoren

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Tausende Kinder und Jugendliche haben am Freitag vor der Europawahl allein in Hamburg für die Rettung des Klimas demonstriert.

Die Hamburger Mit-Organisatorin Friederike Leppert erklärte, dass die hohe Teilnehmerzahl mit Blick auf die kommenden Wochen und Monaten motivierend sei: "Es zeigt uns: Wir können weiter noch mehr Leute erreichen und es stehen ganz viele hinter uns, weil eben nicht nur in Hamburg so viele Leute auf der Straße sind und dass wir immer weitermachen müssen, bis gehandelt wird", sagte Leppert NDR 90,3.

Demonstrationen seit Monaten

Seit Monaten lassen junge Menschen freitags den Unterricht ausfallen, um für eine bessere Klimapolitik auf die Straße zu gehen. Die Aktivisten von Fridays for Future fordern unter anderem die Einhaltung der Pariser Klimaziele. Vorbild der Jugendlichen ist die Schwedin Greta Thunberg, die am 1. März in Hamburg mit protestiert hatte.

Was kann ich im Alltag für Klima und Umwelt tun?

Technik

  • energiesparende Geräte kaufen
  • Standby-Modus bei Geräten ausschalten oder den Stecker ziehen
  • sparsame LED-Leuchten nutzen
  • Fairphone nutzen
Beim Einkaufen
  • eigene Tragetasche beim Einkaufen nutzen
  • unverpackte Produkte kaufen
  • Mehrwegbecher statt Papierbecher benutzen
Zu Hause
  • "Bitte keine Werbung"-Sticker auf den Briefkasten kleben
  • beim Kochen den Deckel auf den Topf legen und nicht zu große Platte nutzen
  • duschen statt baden
  • Wäsche bei maximal 60 Grad waschen
  • Recycling(klo-)papier nutzen
Unterwegs
  • Auf Flugreisen wegen des hohen CO2-Ausstoßes möglichst verzichten
  • Auf Kreuzfahrten wegen des Stickoxid-Ausstoßes möglichst verzichten
  • Autofahrten - vor allem innnerstädtisch - vermeiden
  • Car-Sharing nutzen
  • den öffentlichen Nahverkehr oder das Fahrrad nutzen
Im Garten

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 24.05.2019 | 13:00 Uhr

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