Stand: 06.09.2019 21:12 Uhr  - Hamburg Journal

Rechtsextremisten in Bergedorfer Kleingärten?

Ein Kleingartenverein in Hamburg-Tatenberg sorgt derzeit für Schlagzeilen. In einem anonymen Brief an die Presse hieß es, Rechtsradikale versuchten im Vereinsvorstand die Macht zu übernehmen. Auf der Mitgliederversammlung kam es deshalb am vergangenen Sonntag zu einem Eklat.

Anonyme Briefeschreiber erheben Vorwürfe

Eigentlich wollte sich Sven T. - bislang Stellvertreter - zum 1. Vorsitzenden wählen lassen. Doch genau ihm und einer weiteren Person im Vorstand unterstellen die anonymen Briefeschreiber, Kontakte zu rechtsextremen Personen zu unterhalten.

Nachdem in dieser Woche mehrere Zeitungen darüber berichtet hatten, äußerte sich der Beschuldigte jetzt erstmals im NDR Hamburg Journal und wehrte sich gegen den Vorwurf, seine Laube sei Treffpunkt von Rechtsradikalen.

Kleingärtner sprechen von rechter Clique

Auch Kleingärtner aus dem Umfeld der anonymen Briefeschreiber meldeten sich zu Wort, die aus Angst vor Repressalien oder gar körperlichen Übergriffen unerkannt bleiben wollten. Sie sprachen von einer rechten Clique, die langsam von dem Kleingarten Besitz ergreife. Es handele sich nicht nur um Besucher sondern auch neue Laubenbesitzer.

Vergangenen Sonntag spitzte sich die Situation im Vereinsheim zu. Zwei Drittel der Mitglieder stimmten für eine Verschiebung der Wahl des Vereinsvorstands - gegen den erbitterten Widerstand der Unterstützer von Sven T. Der nächste Wahltermin ist nun in knapp 3 Monaten. Noch ist unklar, ob jetzt jemand außer ihm für den Vorstandsposten kandidiert.

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 06.09.2019 | 19:30 Uhr

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