Stand: 12.01.2018 17:42 Uhr

Razzia bei Kurden in Hamburg

Die Polizei Hamburg hat am Freitagmorgen die Wohnung eines Kurden in Steilshoop und im Anschluss die Räumlichkeiten eines Kurdischen Vereins im Steindamm in St. Georg durchsucht. Der Verdächtige soll verbotene Symbole der Organisation PKK bei einer Demonstration im vergangenen Oktober bei sich gehabt haben.

Bei der Durchsuchung beschlagnahmten die Beamten vor allem Flaggen der PKK und Bilder von der bekanntesten Führungsfigur der PKK, Abdullah Ocalan, wie ein Polizeisprecher bestätigte.

"Vorgehen nicht verhältnismäßig"

Ein Sprecher des Demokratischen Gesellschaftszentrums der KurdInnen in Deutschland beschwerte sich, dass die Beamten bei der Aktion nicht nur das Schloss der Eingangstür zerstört hätten, sondern auch die Glastüren eines Schranks. Dieses Vorgehen sei nicht verhältnismäßig, sagte Yavuz Fersoglu. Erst seit dem vergangenen Jahr sei es in Deutschland verboten, Bilder von Ocalan zu zeigen.

In dem neuen Gesetz sieht der Verein eine Fortsetzung der Politik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegen die Kurden in Deutschland. Nun wollen die Betroffenen rechtlich gegen die Aktion am Freitag vorgehen. Bei der Polizei läuft gegen den Tatverdächtigen ein Verfahren wegen des Verdachts auf Beihilfe zum Verstoß gegen das Vereinsgesetz.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 12.01.2018 | 17:00 Uhr

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