Stand: 23.10.2019 19:26 Uhr

Rauchen und Trinken auf Spielplätzen verboten

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Auf Hamburger Spielplätzen darf künftig nicht mehr geraucht und Alkohol getrunken werden.

Auf Hamburger Spielplätzen darf künftig nicht mehr geraucht und Alkohol getrunken werden: Die Hamburgische Bürgerschaft hat am Mittwoch ein flächendeckendes Rauch- und Alkoholverbot beschlossen.

Vorstoß kam von CDU

Zuerst hatte die oppositionelle CDU-Fraktion einen entsprechenden Antrag gestellt. Die rot-grüne Regierungskoalition brachte einen in seiner Stoßrichtung identischen Zusatzantrag ein. "Mit unserem Antrag sorgen wir dafür, dass die neuen Richtlinien zeitnah in Kraft treten können und stellen damit eine gesundheitsfördernde Umgebung für die jüngsten Hamburgerinnen und Hamburger sicher", erklärte der bezirkspolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Frank Schmitt.

Bezirke durften Verbote erlassen

Erstmals hatte die CDU bereits 2011 unter der SPD-Alleinregierung von Bürgermeister Olaf Scholz ein flächendeckendes Rauch- und Alkoholverbot gefordert, war damit aber nicht durchgedrungen. Der Senat beschloss lediglich, dass die Bezirke bei erheblichen Störungen durch Alkohol- und Zigarettenkonsum auf Spielplätzen Verbote erlassen sollen - was aus Sicht der CDU zu unterschiedlichsten Regelungen geführt hat.

Schutz vor allem für kleine Kinder

Neben der CDU wollen das nun auch SPD und Grüne ändern. "Wo Kinder spielen, haben Alkohol und Zigaretten nichts verloren", betonte Schmitt. Kippen auf dem Boden seien eine Gefahr für Kinder, erklärte die umweltpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Ulrike Sparr. "Gerade kleine Kinder müssen dringend davor geschützt werden, diese im Spiel versehentlich in den Mund zu nehmen oder gar zu verschlucken."

Von der CDU gab es dazu eine Spitze: "Ich freue mich, dass sich die SPD nach schlappen acht Jahren Bedenkzeit uns anschließt und nun ebenfalls für ein flächendeckendes Rauch- und Alkoholverbot auf Hamburgs Spielplätzen eintritt", erklärte der CDU-Familienexperte Philipp Heißner. Das sei längst überfällig. "Mag sein, dass dieser Sinneswandel dem näher rückenden Wahltermin geschuldet ist, für uns zählt aber vor allem, dass Hamburgs Kinder endlich besser geschützt werden."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 23.10.2019 | 19:00 Uhr

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