Stand: 11.09.2019 15:16 Uhr

Rathauspassage: Aktie soll Umbau finanzieren

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Künftig soll man von der Rathauspassage durch Fenster auf die Kleine Alster schauen können.

Die Hamburger Rathauspassage soll ans Licht: Für rund 4,4 Millionen Euro soll sie umgebaut und modernisiert werden und Fenster zur Kleinen Alster bekommen. Doch noch fehlt Geld: 1,2 Millionen Euro sollen jetzt durch den Verkauf von "Förderaktien" zum Stückpreis ab 100 Euro zusammenkommen, wie Diakoniechef Dirk Ahrens am Mittwoch sagte. Das Sozialprojekt mit Antiquariat, Hamburg-Info und Bistro bekommt 2,6 Millionen Euro von der Stadt. 600.000 Euro wurden bereits gespendet.

Zwei Personen präsentieren eine Förderaktie für den Umbau der Rathauspassage

Rathauspassage: Aktie soll Umbau finanzieren

Hamburg Journal -

Mit der Förderaktie will die Diakonie Geld einsammeln, um den Umbau der Rathauspassage zu finanzieren. Das Sozialkaufhaus soll einen Durchbruch zum Alsterfleet bekommen.

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Umbau hat begonnen

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Gegenüber von Hamburgs Postkartenmotiv, den Alsterarkaden (r.), bekommt die Rathauspassage (l.) nun auch Fenster.

Der Umbau habe am Mittwoch begonnen, sagte Passagen-Leiter Björn Dobbertin. Mit der Wiedereröffnung werde nicht vor Frühjahr 2021 gerechnet. "Der Durchbruch zur Alster wird kompliziert", so Dobbertin. Die Passage liege einen halben Meter unter der Wasserlinie. Nötig sei daher ein Flutschutz. Auch die vielfältigen Nutzungen des über der Passage liegenden Rathausmarktes sollten möglichst wenig eingeschränkt werden.

Erste Pläne liegen seit sechs Jahren vor

Bereits im Sommer 2013 hatten Studierende der HafenCity Universität Entwürfe zum Umbau der Passage vorgestellt. Die spektakulärste Idee gewann: Tageslicht für die Passage. Der Blick von den Alsterarkaden hinüber zum Rathaus gilt als das von Touristen meistfotografierte Motiv in ganz Hamburg.

30 Beschäftigte arbeiten dort

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So sieht eine "Förderaktie" aus.

Die Rathauspassage war 1998 in einem unterirdischen Zugang vom Rathausmarkt zur S-Bahn gebaut worden. Heute befinden sich dort eine Gastronomie, ein Secondhand-Buchladen, ein Infostand der Kirchen und die Hamburg-Info mit insgesamt rund 30 Mitarbeitern. Initiator war der damalige Diakoniechef Stephan Reimers.

Eine Chance für Langzeitarbeitslose

Von Beginn an entstanden hier qualifizierte Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose und von Erwerbslosigkeit bedrohte Menschen. Bis heute seien rund 400 Menschen durch die Passage wieder zu Lohn und Brot gekommen, sagte Diakoniechef Ahrens.

Die "Förderaktie" gibt es ab 1. Oktober im Charity-Shop gleich neben der Baustelle der Rathauspassage und online.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 Aktuell | 11.09.2019 | 19:30 Uhr

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