Stand: 21.02.2019 11:50 Uhr

Rapper wegen Vergewaltigung vor Gericht

Weil er seine ehemalige Freundin vergewaltigt und eine Jugendliche unsittlich berührt haben soll, muss sich seit Donnerstag ein Rapper in Hamburg vor Gericht verantworten. Der eine Vorfall soll sich im September 2017 ereignet haben: Seine Ex-Freundin wollte laut Anklage ihre persönlichen Sachen aus seiner Wohnung holen, als der 27-Jährige mit ihr Geschlechtsverkehr haben wollte. Sie lehnte offenbar ab, woraufhin er sie gepackt und aufs Bett geworfen haben soll. Laut Staatsanwaltschaft verging er sich an ihr.

Der andere Vorfall passierte im Mai 2018: Im Tonstudio eines Jugendzentrums soll der Rapper eine damals 14-Jährige unsittlich berührt haben. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen Vergewaltigung und wegen eines sexuellen Übergriffs erhoben.

Angeklagter äußert sich nicht

Zum Prozessauftakt wollte sich der Rapper nicht äußern. Er sitzt wegen Verdunkelungsgefahr in Untersuchungshaft. Laut Gericht gibt es offenbar Hinweise, dass er seine Ex-Freundin von einer belastenden Aussage habe abbringen wollen.

Die Staatsanwaltschaft ist mit ihrer Anklage vor das Schöffengericht gezogen. Das bedeutet, sie geht von einem Urteil zwischen zwei und vier Jahren aus. Vier weitere Prozesstage sind bis Mitte März angesetzt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 21.02.2019 | 12:00 Uhr

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