Stand: 15.07.2020 11:11 Uhr

Rapper FaMo wehrt sich gegen Verurteilung

Mann sitzt im Gerichtssaal. © NDR Foto: Elke Spanner
Vor einem Jahr wurde der Rapper FaMo zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.

Wegen Vergewaltigungs- und Nötigungsvorwürfen steht der Hamburger Rapper FaMo seit Mittwoch vor dem Hamburger Landgericht. Er wehrt sich gegen ein Urteil des Amtsgerichtes, das ihn vor einem Jahr zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt hatte.

Vorwurf der Vergewaltigung und der Nötigung

Zwei Taten wirft die Staatsanwaltschaft dem 28-Jährigen vor. Vor drei Jahren soll er seine Ex-Freundin vergewaltigt haben, als diese aus seiner Wohnung in Langenhorn persönliche Gegenstände abholen wollte. Später soll er eine 14-Jährige sexuell genötigt haben. Die Schülerin hatte bei ihm Gesangsunterrricht. Als sie in seinem Tonstudio in der Flughafenstraße gerade für eine Aufnahme am Mikrofon stand, soll er sie an Brust und Po berührt haben.

Rapper bestreitet Vorwürfe

Der Rapper hat die Vorwürfe stets bestritten. Er will einen Freispruch. Deshalb ist er in Berufung gegangen. Ebenso die Staatsanwaltschaft: Sie will eine längere Haftstrafe für den Musiker. Vor dem Amtsgericht hatte sie drei Jahre Gefängnis verlangt. Zum Auftakt des neuen Prozesses äußerte sich der 28-Jährige nicht. Vor dem Saal allerdings sagte er selbstbewusst zu Journalisten, er habe nichts falsch gemacht. Das Landgericht wird bis Ende August über den Fall verhandeln.

Weitere Informationen
Der Rapper FaMo sitzt auf der Anklagebank.

Rapper FaMo muss wegen Vergewaltigung in Haft

Er hatte seine Ex-Freundin vergewaltigt und eine 14-Jährige sexuell bedrängt: Der Hamburger Rapper FaMo muss für zwei Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Vor Gericht stand Aussage gegen Aussage. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 15.07.2020 | 12:00 Uhr

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