Stand: 23.04.2020 13:37 Uhr

Ramadan startet: Hamburger Moscheen bleiben leer

Für Tausende Musliminnen und Muslime in Hamburg beginnt am Donnerstagabend der Fastenmonat Ramadan. Vier Wochen lang sind sie aufgerufen, enthaltsam zu sein und von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zu fasten. Aber das gemeinsame Fastenbrechen und die gemeinschaftlichen Abendgebete in der Moschee finden wegen der Corona-Krise in diesem Fastenmonat nicht statt.

Corona-Krise trifft Moscheengemeinden hart

"Das wird bitter", befürchtet Mehmet Aroui, Sprecher der Schura, dem Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg. Seit Mitte März sind die Moscheen - wie alle Gotteshäuser - bereits geschlossen. Das trifft die Moscheengemeinden finanziell besonders hart. Denn diese finanzieren sich hauptsächlich durch gesammelte Spenden beim gemeinsamen Beten vor allem auch im Ramadan. Deshalb hofft Aroui, dass bald Vorschriften gelockert und doch noch Gebete während des Fastenmonats in den Moscheen möglich werden könnten.

Ramadan-Pavillon im Livestream

Das Fasten ist - wie die Wallfahrt nach Mekka und das tägliche fünfmalige Gebet - eine der fünf Hauptpflichten, die Menschen mit muslimischem Glauben, erfüllen muss. Von der Pflicht des Fastens ausgenommen sind unter anderem alte und kranke Menschen.

Der bereits traditionelle Hamburger Ramadan-Pavillion findet trotz Corona statt, allerdings nur digital per Livestream.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 23.04.2020 | 13:00 Uhr

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