Blick auf das geplante Wasserrettungszentrum. © SKA Sibylle Kramer Architekten

Rabenstraße: Initiative sammelt Unterschriften gegen Neubau

Stand: 13.12.2020 07:49 Uhr

Eine Bürgerinitiative will kein Wasserrettungszentrum an der Alten Rabenstraße. Die DLRG sagt, das Zentrum sei wichtig für die Sicherheit der Bürger.

Sie wollen keinen kubistischen Neubau am Alsteranleger Alte Rabenstraße: Deshalb hat eine Bürgerinitiative am Sonnabend vor der Wasserschutzpolizeiwache an der Außenalster in Hamburg-Havestehude Unterschriften gegen das geplante Wasserrettungszentrum gesammelt. Einige Anwohner, Segelclubs und Bootsverleiher sind gegen den Bau. In der seit Juli laufenden Aktion bei Open Petition haben bisher mehr als 600 Unterstützende unterzeichnet. 2.100 Unterschriften sind nötig, damit die Petition abgegeben werden kann.

Kosten: Rund eine Million Euro

Die DLRG soll gemeinsam mit der Freiwilligen und der Berufsfeuerwehr in den Neubau unterkommen - direkt neben der Wasserschutzpolizei. Dazu soll ein kleiner Anleger für die Boote gebaut werden. Die Kosten allein für den Bau bezifferte die städtische Sprinkenhof AG auf rund eine Million Euro.

Bürgerinitiative sieht keinen Bedarf

"Dieser Kubus passt nicht zu bisherigen Bebauung und stört die Harmonie", sagte Christoph Marloh von der Bürgerinitiative "Rettet das Alster-Ensemble". Außerdem sei der geplante Neubau viel zu teuer. Er würde nur an den Wochenenden und nur im Sommer genutzt. Es gebe auch keinen Bedarf an dieser Stelle für ein Wasserrettungszentrum , so Marloh.

DLRG will Anlaufstelle für die Bürger schaffen

Das sieht Heiko Mählmann, der Präsident des DLRG-Landesverbandes Hamburg, allerdings anders. "Wir haben hier das begehrteste Wassersportrevier der Stadt. Bis jetzt sind alle Hilfskräfte irgendwo verteilt. Hier haben wir die einmalige Gelegenheit, dass für die Hamburger Bürger hier ein zentraler Standort errichtet wird", sagte Mählmann dem NDR Hamburg Journal. Er betonte, es gehe nicht nur um Wasserunfälle, auch um Veranstaltungen um die Alster würde sich das geplante Wasserrettungszentrum kümmern können. "Wir wollen hier eine Anlaufstelle für die Bürger schaffen", so Mählmann.

Vor kurzem hatte Mählmann bereits betont, dass sein Verband seit zehn Jahren nach einem geeigneten Standort für eine Wasserrettungsstation suche. Im August 2016 seien das Projekt und die Architektur öffentlich vorgestellt worden, ohne dass es Kritik von den Nachbarn gegeben habe.

 

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 12.12.2020 | 19:30 Uhr

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