An der Amsinckstraße ist ein lebloser Mann neben einer Brücke gefunden worden. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus © TeleNewsNetwork Foto: TeleNewsNetwork

Prozessbeginn wegen Tötung eines Obdachlosen

Stand: 20.10.2020 20:24 Uhr

Ein Todesfall im Obdachlosenmilieu beschäftigt seit Dienstag das Hamburger Landgericht. Dort ist ein 37-jähriger Mann angeklagt, der im April in Rothenburgsort einen obdachlosen Mann getötet haben soll.

Der tote Mann wurde in einer Parkanlage an der Amsinckstraße gefunden. Ein Spaziergänger entdeckte die Leiche, als er auf der Suche nach Angelwürmern war. Da der Tote Schnittverletzungen hatte, war schnell klar, dass er getötet wurde. Der Verdacht fiel auf den jetzt Angeklagten, einen ebenfalls wohnungslosen Mann. Die beiden hatten sich im Winternotprogramm ein Zimmer geteilt.

Mit einem Geständnis ist nicht zu rechnen

Die Polizei fahndete nach dem 37-Jährigen. Anfang Mai entdeckte ihn eine Polizeipraktikantin am Hauptbahnhof, wo er betrunken bettelte. Am Freitag will der Angeklagte eine Erklärung abgeben. Doch es darf bezweifelt werden, dass der Angeklagte ein Geständnis ablegt. Denn der Anwalt wollte sogar, dass der Haftbefehl aufgehoben wird. Vielmehr sieht es so aus, dass der Angeklagte die Tat wohl bestreiten will. Die Richter dagegen sehen nach wie vor einen dringenden Tatverdacht. Das machte die Vorsitzende heute klar.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 20.10.2020 | 19:30 Uhr

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