Stand: 10.03.2020 16:47 Uhr

Prozess um tödlichen Sturz von Baugerüst

Wer trägt die Verantwortung für den tödlichen Sturz eines Arbeiters von einem Baugerüst vor zwei Jahren? Das versucht das Amtsgericht Barmbek seit Dienstag herauszufinden. Dort ist der Mitarbeiter einer Event-Agentur wegen fahrlässiger Tötung angeklagt, der das ungesicherte Baugerüst besorgt haben soll.

Gerüst stand ungesichert im Veranstaltungssaal

Viereinhalb Meter war das Baugerüst hoch. Höher noch als ein Dreimeter-Brett im Schwimmbad. Und es war nicht einmal gesichert. Eine Kippsicherung, so der Sachverständige des Amtes für Arbeitsschutz, hatte das Rollgerüst nicht. Vor zwei Jahren stand es vollkommen frei im Veranstaltungssaal "Le Royal" in Steilshoop.

38-Jähriger Mann kam ums Leben

Das Amtsgericht in Hamburg-Barmbek. © NDR Foto: Heiko Block
Amtsgericht in Hamburg-Barmbek: Prozess soll Verantwortung für tödlichen Sturz klären.

Zwei Arbeiter standen auf der obersten Plattform, um eine Dekoration an der Hallendecke anzubringen. Das Gerüst kippte um. Ein 38-Jähriger Mann kam ums Leben, ein 32-Jähriger brach sich beide Beine.

Organisator des Events angeklagt

Angeklagt ist deshalb nun der Organisator der Event-Agentur, die den Saal für eine Veranstaltung gemietet hatte. Er soll das baufällige Gerüst, das längst nicht mehr zugelassen war, von einem Bekannten ausgeliehen haben. Bei dem tödlichen Unfall war er allerdings nicht vor Ort. Das Gericht muss nun die genauen Zuständigkeiten ermitteln. Ende März wird der Prozess fortgesetzt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 10.03.2020 | 17:00 Uhr

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