Stand: 21.04.2020 18:23 Uhr

Prozess um erschlagenen Bauarbeiter: Sohn sagt aus

Wer hat wen zuerst angegriffen? Das ist die entscheidende Frage im Prozess um den Tod eines Bauarbeiters, der im Oktober 2019 im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg von seinem Auftraggeber erschlagen worden war. Am Dienstag hat der Sohn des Opfers vor dem Landgericht ausgesagt.

Der Angeklagte wurde von allen Seiten mit Blicken durchbohrt. Hinten im Saal saßen Verwandte des Getöteten und ließen den 54-Jährigen nicht aus den Augen. Vorn auf der Zeugenbank nahm der Sohn des Bauarbeiters Platz. Er blickte dem Angeklagten immer wieder offensiv ins Gesicht. Am Gericht hatte man sogar befürchtet, dass es zu Konfrontationen kommen könnte. Doch es blieb ruhig. Der 23-jährige Sohn des erschlagenen Bauarbeiters versuchte, seinen Vater im besten Licht darzustellen. Der sei ein herzensguter Mensch gewesen, der niemandem etwas Schlechtes getan habe.

Sohn wird erneut vernommen

Der Angeklagte erzählte allerdings eine andere Geschichte. Demnach hat der Bauarbeiter die vereinbarten Arbeiten nicht erledigt. Im Streit um den gezahlten Vorschuss sei der Handwerker dann auf ihn losgegangen, er habe sich nur gewehrt. Wegen der Widersprüche wird der Sohn am Donnerstag erneut einen ganzen Tag vernommen.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 21.04.2020 | 17:00 Uhr

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