Stand: 22.02.2019 17:47 Uhr

Prozess nach Unfall: Wer war der Fahrer?

Vor dem Hamburger Amtsgericht hat am Freitag der Prozess gegen einen mutmaßlichen Todesfahrer begonnen: Der 38-Jährige soll in einer Mainacht 2017 mit seinem Auto auf der Ludwig-Erhard-Straße einen britischen Touristen erfasst haben. Das 27 Jahre alte Opfer starb noch an der Unfallstelle. Der Angeklagte soll zu schnell gefahren sein und sich zunächst vom Unfallort entfernt haben.

Angeklagter im Prozess.

Prozess: Tödlicher Unfall mit Fahrerflucht

Hamburg Journal -

Der Prozess gegen einen mutmaßlichen Autofahrer, der vor knapp zwei Jahren einen Mann angefahren und getötet haben soll, begann mit einer Überraschung.

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Halter will nicht der Fahrer gewesen sein

Der Prozess startete mit einer Überraschung: Der Angeklagte behauptete, in der Unglücksnacht gar nicht am Steuer des Audi gesessen zu haben. Wenn er es nicht war, muss es sein 32 Jahre alter Schwager gewesen sein, der damals mit im Auto saß. Dieser verweigerte am Freitag aber die Aussage. Das sei jetzt etwas unerwartet, sagte der Richter und vernahm mehrere Augenzeugen.

Laut zweier Taxifahrer, die das Unfallauto damals verfolgt hatten, war der Fahrer zunächst weitergefahren. Sie erinnerten sich zwar daran, dass der Fahrer in Panik gewesen sei und gezittert habe. An sein Gesicht konnten sie sich aber nicht erinnern. So ist das Amtsgericht nach einem langen Verhandlungstag von der Aufklärung des Unfalls weiter entfernt denn je. Bis Ende April sind zwei weitere Prozesstage angesetzt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.02.2019 | 18:00 Uhr

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