Stand: 26.10.2018 12:58 Uhr

K.o.-Tropfen: Mutmaßlicher Vergewaltiger vor Gericht

Vor dem Landgericht Hamburg hat am Freitag der Prozess wegen der Vergewaltigung einer jungen Frau begonnen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte der 19-Jährigen am Abend des 17. Juli in seiner Wohnung ein Getränk mit K.o.-Tropfen gegeben und sie damit wehrlos gemacht haben.

Opfer vertraute sich einer Freundin an

Über eine Kleinanzeige im Internet hatte die junge Frau einen Gelegenheitsjob bei dem 59-jährigen Bauingenieur gefunden und war den zweiten Tag als Bürokraft bei ihm. Ihr sei durch die Droge schwindelig geworden, sie habe sich schwach und unwohl gefühlt, heißt es in der Anklage. Der 59-Jährige habe sie zunächst auf dem Sofa und dann auf dem Bett im Schlafzimmer missbraucht. Der 19-Jährigen gelang es, aus der Wohnung im Stadtteil Eimsbüttel zu flüchten. Später vertraute sie sich einer Freundin an, die ging mit ihr zur Polizei. Bei der ärztlichen Untersuchung fand man die Tropfen in ihrem Urin.

K.o.-Tropfen in der Wohnung gefunden

Bei den verabreichten K.o.-Tropfen handelte es sich laut Staatsanwaltschaft um 1,4-Butandiol. Die Substanz verwandelt sich im menschlichen Körper in eine Droge, die in niedriger Dosis berauschend wirkt, in höherer Dosis aber apathisch macht. Die Polizei hatte im Juli seine Wohnung durchsucht - und tatsächlich zwischen den Putzmitteln K.o.-Tropfen entdeckt. Der Angeklagte, der in Untersuchungshaft sitzt, äußerte sich bisher nicht zu den Vorwürfen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 26.10.2018 | 13:00 Uhr

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