Stand: 18.02.2019 14:15 Uhr

Polizei nimmt neue Blitzer in Betrieb

Die Hamburger Polizei hat am Montag zwei neue mobile Blitzgeräte in Betrieb genommen. Die Anhänger, die "Enforcement-Trailer" genannt werden, waren im vergangenen Jahr über mehrere Wochen hinweg getestet worden. Die ersten beiden Geräte wurden am Ratsmühlendamm in Fuhlsbüttel und in der Lohkampstraße in Eidelstedt abgestellt.

Vor allem vor Schulen und Unfallschwerpunkten

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Innensenator Grote (l.), Polizei-Vizepräsident Brand und Behördensprecher Adrian nahmen einen Blitzer in Fuhlsbüttel in Betrieb.

Die grauen Blitzer-Anhänger werden künftig vor allem vor Schulen, Kitas und an Unfallschwerpunkten stehen. Ein kleinerer Teil der Einsatzorte soll im übrigen Stadtgebiet ausgewählt werden, auch an Orten, an denen es häufiger Beschwerden gibt. "Der Vorteil ist, dass sie sehr flexibel einsetzbar sind und zwar Tag und Nacht", sagte Innensenator Andy Grote (SPD). "Man muss in Zukunft häufiger damit rechnen, dass man dort, wo man 30 fahren soll, auch überprüft wird."

Thomas Adrian vom Landesbetrieb Verkehr lobte, dass man niemanden mehr braucht, um die Geräte zu bedienen - einmal geparkt funktionieren sie automatisch. Der Messanhänger, der mit Stahlplatten besonders stabil gebaut ist, verfügt auch über eine spezielle Einbruchmeldetechnik.

Ziel der Polizei: Unfallgefahren senken

Die Polizei hofft mit der Weiterentwicklung ihres Konzeptes zur Geschwindigkeitsüberwachung die Unfallgefahren weiter senken zu können. Insgesamt sollen sechs der mobilen Blitzer angeschafft werden - neben den beiden jetzt in Betrieb genommenen Geräten sollen je zwei weitere im April und Juni dazukommen.

Jeder Hänger kostet mehr als 120.000 Euro. Die Stadt hat allein 2017 mit den bisherigen, stationären Blitzern rund zehn Millionen Euro eingenommen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.02.2019 | 11:00 Uhr

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