Ein kleiner Hund wird untersucht. © picture alliance/dpa | Hamburger Tierschutzverein Foto: picture alliance/dpa | Hamburger Tierschutzverein

Polizei findet verwahrloste Welpen in Wandsbek

Stand: 01.07.2021 19:43 Uhr

Bei der Hausdurchsuchung in Hamburg-Wandsbek hat die Polizei über 30 verwahrloste Hunde entdeckt. Die verelendeten Tiere wurden dem Hamburger Tierschutzverein übergeben, teilte die Hamburger Polizei mit.


Die 42 Jahre alte Hundehalterin steht nach Polizeiangaben im Verdacht, beim Handel mit den Welpen ihre Kundschaft betrogen zu haben. Sie soll falsche Stammbaumdaten angegeben und gute Haltungsbedingungen vorgetäuscht haben. Bei der Durchsuchung am Dienstag hätten die Beamten festgestellt, dass die über das Internet angebotenen Hunde aus desolaten Zuständen stammten. Das Haus sei völlig verdreckt gewesen, sagte eine Polizeisprecherin. Unter den Hunden seien Französische Bulldoggen, Labradore und Labradoodle - eine Kreuzung von Labrador und Pudel - sowie Großpudel gewesen. Anders als von der Halterin angegeben seien die Welpen offenbar auch nicht geimpft und entwurmt gewesen. Eine tierärztliche Begutachtung ergab laut Polizei, dass die Hunde bei schlechter Gesundheit waren. Gegen die 42-Jährige wird nun wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.

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Der Tierschutzverein sprach von einem "Schlag gegen die Welpenmafia". Nach seinen Angaben wurden 33 Hunde und zudem 2 Kaninchen bei der Durchsuchung sichergestellt. Die Hälfte der Hunde seien Welpen, viele davon erst vier Wochen alt. Die Hunde seien anscheinend nicht nur mangelernährt, sondern auch dramatisch dehydriert gewesen, hieß es. Der Verein, der das Tierheim an der Süderstraße betreibt, rief die Hamburger Behörden auf, den Tierhandel strenger zu kontrollieren.

 

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal 18.00 | 01.07.2021 | 18:00 Uhr

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