Stand: 25.03.2019 16:22 Uhr

Pfleger sollen an Schulen für ihren Beruf werben

Angesichts der älter werdenden Bevölkerung steigt der Bedarf an gut ausgebildeten Pflegefachkräften auch in Hamburg. Die Stadt will jetzt die Berufsorientierung an den Schulen in Richtung Pflegeberufe intensivieren. Dafür sollen Fachkräfte als Botschafter an den Schulen aktiv für den Pflegeberuf werben, sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Montag beim "Aktionstag Pflege" in der Stadtteilschule Wilhelmsburg.

Pflegekräfte sollen im Beruf bleiben

Unter dem Motto "echt gepflegt" sollen die Stadtteilbotschafter von ihren Erfahrungen aus dem Pflegealltag berichten und den Schülern im Unterricht und an Aktionstagen berufliche Perspektiven und Weiterbildungsmöglichkeiten aufzeigen. "Darüber hinaus setzen wir uns für bessere Arbeits- und Rahmenbedingungen in der Pflege ein, damit gut ausgebildete Pflegekräfte auch in dem Beruf bleiben", sagte Prüfer-Storcks.

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Pflegerinnen und Pfleger sollen als Stadtteilbotschafter von ihren Erfahrungen aus dem Pflegealltag berichten. (Symbolfoto)

"Entgegen pessimistischer Annahmen" würden allerdings immer noch viele junge Menschen eine Ausbildung in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Pflegediensten anstreben, sagte die Senatorin. "Damit das so bleibt, intensivieren wir die Berufsorientierung."

Rabe: Zahl der Azubis verdoppelt

Laut Bildungssenator Ties Rabe (SPD) hat sich die Zahl der Auszubildenden in den Pflegeberufen in den vergangenen zehn Jahren in der Stadt von 919 auf über 2.000 mehr als verdoppelt. Der Bedarf an gut ausgebildeten Pflegefachkräften steige aber weiter.

Filmtitel "Plötzlich Pflegefall - Was tun?" © NDR

Plötzlich Pflegefall: Was tun?

NDR 90,3 -

Manche Pflegefälle treten plötzlich ein, andere sind absehbar. Doch vorbereitet sind wir als Angehörige nur selten auf diese Situation. Acht Tipps zum Thema Pflege im Alter.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 25.03.2019 | 18:00 Uhr

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