Stand: 06.09.2019 01:02 Uhr

Parlamentarischer Abend des NDR in Hamburg

Bürgerschaftspräsidentin Veit, NDR Intendant Marmor, Moderatorin Sen, Direktorin des Landesfunkhauses Hamburg, Rossbach, und Bürgermeister Tschentscher.

Sich gezielt Zeit nehmen, um über die Rolle von Politik und Medien sowie über die Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu sprechen - das haben Abgeordnete der Hamburgischen Bürgerschaft und Mitarbeiter des Norddeutschen Rundfunks am Donnerstag getan. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sei der Stützpfeiler der Demokratie, sagte Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit beim Parlamentarischen Abend.

"Wir brauchen unabhängige Medien - auch als Garant für gesicherte Berichterstattung, auf der man sich wirklich eine Meinung bilden kann", so Veit. Es sei erstaunlich, was mittlerweile in den sozialen Medien alles behauptet werde. Umso wichtiger sei der öffentlich-rechtliche Rundfunk - auch um den Politikern selbst unangenehm zu werden, erklärte die Bürgerschaftspräsidentin: "Da würde das Salz in der Suppe ja fehlen, wenn das anders wäre."

Hamburgs Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit am 5. September 2019 beim Parlamentarischen Abend. © NDR

Carola Veit: "Der Stützpfeiler der Demokratie"

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sei der Stützpfeiler der Demokratie, sagte Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit beim Parlamentarischen Abend im Rathaus.

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Marmor: "Unabhängig von Einflussnahmen"

"Gute Berichterstattung muss unabhängig sein, das ist ganz zentral", erklärte NDR Intendant Lutz Marmor. Deshalb sei es wichtig, dass Journalistinnen und Journalisten auch unabhängig von Einflussnahmen berichten könnten, betonte er. Der Rundfunkbeitrag sei dafür ein sehr gutes Mittel. Man müsse nicht auf Mehrheiten oder Quoten schielen, aber dafür so ausgestattet sein, dass eine gute Berichterstattung möglich sei, so Marmor.

Der NDR Intendant griff auch Kritik auf, die zurzeit häufiger artikuliert werde. Es sei wichtig, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk erklärt, was er tut, sagte Marmor. "Wir machen viele Veranstaltungen und gehen auf die Leute zu, etwa beim Hafengeburtstag". Daher sei es logisch, auch mit denjenigen in den Dialog zu treten, die die Bevölkerung repräsentieren, nämlich den Parlamentarierinnen und Parlamentariern.

Keine vorgegebenen Meinungen

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) erklärte, er als Politiker habe ja häufiger die Möglichkeit, Einblick in die journalistische Arbeit zu bekommen, beispielsweise bei Studiobesuchen. Es gebe keine Kumpanei zwischen Politikern und Journalisten, man gehe professionell miteinander um. "Wenn ich bestimmen könnte, was in der Zeitung steht und was gesendet wird, dann würde manch ein Beitrag anders ausfallen", so Tschentscher. "Das ist aber auch ein Zeichen dafür, dass unabhängige Köpfe sagen 'so ordne ich die Ereignisse ein, das ist mein Kommentar dazu' und das akzeptieren auch alle politischen Akteure in Hamburg." Es gehöre zu einer freien Gesellschaft dazu, dass keine Meinungen vorgegeben werden und alle Sichtweisen zugelassen sind.

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In Kiel, Schwerin und Hannover hatten im Frühjahr bereits ähnliche Veranstaltungen stattgefunden.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 06.09.2019 | 19:30 Uhr

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