Stand: 21.08.2020 17:01 Uhr

Nur Hamburg bleibt trotz Corona eine Stau-Hochburg

Pkw, Last- und Wohnwagen stehen auf der Autobahn 7 vor dem Elbtunnel in Hamburg im Stau. © picture alliance / dpa Foto: Daniel Reinhardt
Am 1. August staute sich der Verkehr auf der A1 in Hamburg auf bis zu 22 Kilometern. (Themenbild)

In Norddeutschland haben sich die Sommerferien-Staus durch Corona massiv verkürzt. Einzig in Hamburg sind die Verkehrsbehinderungen kaum zurückgegangen. Die Verkehrsexperten stehen deshalb vor einem Rätsel: Während in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern die Staulänge um 40 bis 50 Prozent zurückging, sank sie in Hamburg nur um 6 Prozent. Der ADAC zählte über 900 Autobahnstaus. Die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten und Verletzten ist hingegen in Hamburg deutlich gesunken, weil wegen der Corona-Pandemie wenige Menschen unterwegs waren.

2.021 Kilometer Stau von Juni bis August

Zwischen Ende Juni und Anfang August 2020 standen Autofahrer in Hamburg auf 2.021 Kilometern. Christian Hieff vom ADAC Hansa sieht als Grund nur Bauarbeiten am Elbtunnel. Doch da es viel weniger Tagestouristen an Nord- und Ostsee gab, hätte man das mehr auf Hamburgs Autobahnen merken müssen.

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Kilometerlange Staus Anfang August

Doch: "Am Samstag, den 1. August, ging nichts mehr", sagt Hieff. Auf der A1 zwischen Hamburg-Süd und Ahrensburg sei es auf 17 Kilometern nur im Schneckentempo vorangegangen. "Wer sich da durchgequält hatte, stand ab Bargteheide schon wieder. Der Stau war dann 22 Kilometer lang."

Hamburg ist Stau-Schwerpunkt Norddeutschlands

Ebenso 22 Kilometer standen die Autos am letzten Juni-Sonntag zwischen Ahrensburg und Hamburg-Stillhorn - wieder auf der A1. Schon Pfingsten stach Hamburg als Norddeutschlands Stau-Schwerpunkt hervor.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 21.08.2020 | 17:00 Uhr

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