Stand: 30.10.2018 11:45 Uhr

Notfallversorgung: Experten fordern Reform

Die obersten deutschen Gesundheitsexperten mahnen eine Reform der Notfallversorgung an. In vielen Fällen sei es nicht nötig, dass Patienten direkt in die Notaufnahme gehen, meint der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. Sein neues Gutachten wurde am Montag im Hamburger Rathaus diskutiert.

Notfallversorgung aus einer Hand - das ist das Schlagwort, mit dem der Sachverständigenrat für seine Ideen wirbt. Konkret bedeutet das, dass es künftig an bestimmten Krankenhäusern nicht nur eine Notaufnahme gibt, sondern auch eine Hausarzt-Praxis, die sich um die weniger schweren Fälle kümmert. Damit, so das Ziel, sollen die Wartezeiten kürzer und die Krankenhäuser entlastet werden. Außerdem sollen sich Patienten häufiger ärztlichen Rat am Telefon holen, um abzuklären, wie dringend Hilfe gebraucht wird.

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Beide Ideen werden in Hamburg bereits in die Tat umgesetzt - so gibt es inzwischen den Arztruf Hamburg, der telefonische Beratung anbietet. Etwas komplizierter ist es dagegen bei der Zusammenarbeit von Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten unter einem Dach. Erst im nächsten Jahr soll es eine sogenannte Portal-Praxis am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf geben.

Riesige Kosten im Gesundheitswesen

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen ist ein Experten-Gremium, das vom Bundesgesundheitsministerium berufen wird. Wie wichtig seine Arbeit ist, zeigt allein eine Zahl: Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland mehr als 370 Milliarden Euro für Ärzte, Krankenhäuser und Medikamente ausgegeben.

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Der neue Arztruf Hamburg wird laut Kassenärztlicher Vereinigung häufig genutzt. Seit dem 1. Mai bekommen Patienten unter einer zentralen Rufnummer ärztliche Hilfe und Beratung rund um die Uhr. (02.06.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 30.10.2018 | 12:00 Uhr

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