Der Choreograph und Intendant des Hamburger Ballett John Neumeier. © dpa Foto: Frank Eppler

Vorhang auf: Endlich wieder Ballett in der Staatsoper

Stand: 28.05.2021 18:16 Uhr

Es geht wieder los auf den Hamburger Bühnen. Es wird gesungen, gespielt und auch getanzt: Endlich ist das Hamburg Ballett wieder in der Staatsoper zu sehen.

Das "Beethoven-Projekt II" hat am Sonnabend seine Uraufführung. Ungeduldig haben Tänzer und Tänzerinnen und ihr Choreograf John Neumeier darauf gewartet. Die Generalprobe für das Stück war bereits am 4. Dezember. "Und dann ist die Premiere sieben Mal verschoben worden", sagt Hamburgs Ballettchef John Neumeier. "Ich kann es wieder kaum glauben, dass es tatsächlich morgen stattfindet."

"Beethoven Projekt II" auch aus der Corona-Not geboren

Eigentlich hatte der Ballettchef Größeres vor. Er wollte sich letztes Jahr zum 250. Geburtstag Beethovens mit seiner Neunten auseinandersetzen. Jetzt ehrt der Choreograf den Komponisten mit getanzten biografischen Fragmenten in seinem "Beethoven Projekt II".

Balletttraining trotz Lockdown

Trotz monatelangem Lockdown haben die Tänzer und Tänzerinnen mit einem sehr strengen Hygienekonzept trainiert. Deshalb kann jetzt alles ganz schnell gehen. Zu Anfang der Pandemie im letzten Jahr wurde bald in ganz kleinen Gruppen von sechs oder sieben Tänzern und Tänzerinnen trainiert. Jeweils eine Stunde. In den großen Räumen des Ballettzentrums gebe es gute Lüftungsmöglichkeiten. "Mit dem neuen Hygienekonzept war es möglich, dass wir miteinander tanzen konnten sagt der Ballettchef. "Wenn es die Choreografie verlangt, durften wir einander auch anfassen."

Kent Nagano am Dirigentenpult  

"Beethoven-Projekt II" ist die zweite Zusammenarbeit der beiden Weltstars John Neumeier und dem Hamburgischen Generalmusikdirektor Kent Nagano. Tenor des Abends ist Klaus Florian Vogt, die Kostüme sind einmal mehr von A-K-R-I-S Designer Albert Kriemler. Also alles hochkarätig. Normalerweise sind es über 1.600 Ballettfans, die in den roten Stühlen der Staatsoper Platz nehmen. Jetzt sind Corona-konform noch 430 dabei.

Weniger Zuschauer und Maske am Platz

John Neumeier ist davon überzeugt, dass die strengen Hygieneregeln für die Zuschauer und Zuschauerinnen kein Problem sind: "Menschen die eine Vorstellung sehen wollen, wollen eine Vorstellung sehen. Deswegen sind sie voll diszipliniert." Und er glaube nicht, dass diese Form von Theater ein Problem für die Gesundheit sei. "Es ist wirklich Zeit", resümiert Hamburgs Ballettchef.

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Ein leeres Theater. © picture-alliance/chromorange

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | Kulturjournal | 28.05.2021 | 19:20 Uhr

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