Stand: 09.04.2019 14:45 Uhr  - NDR 90,3

Neues Naturschutzgebiet im Norden Hamburgs

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Das Areal Duvenwischen grenzt an das Naturschutzgebiet Heidkoppelmoor in Schleswig-Holstein.

Das sumpf- und laubwaldreiche Gebiet Duvenwischen im Nordosten Hamburgs ist das 35. Naturschutzgebiet der Stadt. Der rot-grüne Senat hat am Dienstag beschlossen, das knapp 44 Hektar große Areal im Stadtteil Volksdorf unter besseren Schutz zu stellen. Duvenwischen sei Heimat und Lebensraum für spezialisierte und gefährdete Tiere und Pflanzen, teilte Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) mit.

Viele Käferarten nachgewiesen

Als "hochgradig wertvoll" seien vor allem die Sümpfe, die Binsen- und Simsenriede, die Erlen- und Birkenbruch- und Moorwälder anzusehen. Insgesamt seien dort 34 Pflanzenarten der Roten Liste Hamburg beheimatet. Auch 825 verschiedene Tierarten wurden den Angaben zufolge dort nachgewiesen. Die artenreichste Gruppe seien dabei Käfer. Mit 561 erfassten Arten machten sie fast zwei Drittel des gesamten Artenbestandes aus. Bestätigt wurden aber auch 16 Tagfalter-Arten - fünf davon stehen auf der Roten Liste. Außerdem 61 Vogelarten, von denen elf - wie der Mittelsprecht - in Hamburg als gefährdet eingestuft werden.

Fast zehn Prozent der Fläche Hamburgs unter Naturschutz

"Mit dem Naturschutzgebiet Duvenwischen wird der Biotopverbund in Wandsbek um einen wichtigen Mosaikstein erweitert", sagte Kerstan. Insgesamt stünden nun knapp neuneinhalb Prozent der Landesfläche unter Naturschutz. Er kündigte zugleich die Sicherung weiterer wichtiger Lebensräume an. "Auch als Naherholungsraum der Hamburgerinnen und Hamburger sind solche Gebiete von unschätzbarer Bedeutung."

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 09.04.2019 | 14:00 Uhr

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