Eine rote Rückleuchte strahlt an einem Wagen der Hamburger S-Bahn. © picture alliance / Christian Charisius Foto: Christian Charisius

Neuer Fahrplan des HVV in Kraft getreten

Stand: 13.12.2020 06:52 Uhr

Seit Sonntag gilt der HVV-Winterfahrplan. Dabei hat der Hamburger Verkehrsverbund sein Angebot an Bus- und Bahnfahrten ausgeweitet. Zuschlagspflichtige Schnellbusse werden zu normalen Linien.

Der Verbund selbst spricht von einer "Angebotsoffensive" sowie 200 Veränderungen, die vor allem auf zusätzliche Fahrten hinausliefen, so der HVV. Auch kämen unter anderem neue Metrobus-, Stadtbus- und Quartiersbus-Linien hinzu. "Wir erhöhen die Zahl der Buslinien und ihre Taktung deutlich", sagte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne). "Auch für U- und S-Bahnen schaffen wir eine Taktverdichtung und erhöhen beispielsweise die Fahrten der S31 nach Harburg und Neugraben um 20 Prozent". Einen Überblick über alle Änderungen bietet der HVV auf seiner Internetseite.

Neue Jobs beim HVV geplant

Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft nannten die HVV-Pläne mehr ein Geplänkel als eine echte Offensive. Die HVV-Geschäftsführung kündigte unterdessen für das kommende Jahr 240 neue Jobs bei den Verkehrsunternehmen an. Im vergangenen Jahr brachten die mehr als 20 Verkehrsunternehmen im Verbund den Angaben zufolge 785,5 Millionen Fahrgäste ans Ziel.

Steigende Preise beim HVV

Bereits Ende September hatte der HVV für Anfang kommenden Jahres eine Fahrpreiserhöhung von durchschnittlich 1,4 Prozent angekündigt. Günstiger werden den Angaben zufolge jedoch Einzel- und Tageskarten im Onlineverkauf. Hier werde der zunächst bis zum Jahresende 2020 befristete Rabatt von sieben Prozent ab 2021 dauerhaft angeboten. Zudem soll es vom Schuljahr 2021 an eine vergünstigte Schülerkarte geben, die vom Senat der Hansestadt Hamburg mit zehn Millionen Euro im Jahr bezuschusst wird.

Zusätzliche Fahrten bei hartem Lockdown

Unabhängig vom neuen Fahrplan des HVV weitet auch die Hochbahn ihr Angebot aus - jedenfalls für den Fall eines harten Lockdowns. Das kündigte Hochbahn-Chef Henrik Falk im Hamburg Journal des NDR Fernsehens an. Es gehe darum, in Bussen und Bahnen möglichst viel Raum zu lassen, damit Fahrgäste die Corona-Abstandsregeln einhalten können.

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