Das Hamburger Rathaus vor blauem Himmel. © picture alliance / xim.gs Foto: Philipp Szyza

Neue Vereinbarung zu Flüchtlingsunterkünften in Hamburg

Stand: 15.01.2021 17:54 Uhr

Wo bisher Flüchtlinge gewohnt haben, sollen bald Auszubildende, Studierende sowie Nachwuchskräfte von Polizei und Feuerwehr unterkommen. Darauf hat sich die Bürgerinititative Lurup-Osdorf-Bahrenfeld mit der Stadt Hamburg verständigt.

Günstiger Wohnraum für junge Menschen und Nachwuchskräfte soll am Blomkamp entstehen. In gut einem Jahr sollen die dort lebenden Geflüchteten alle ausgezogen sein. Die Unterkunft in der Notkestraße an der Trabrennbahn sollte laut Vereinbarung zwischen Stadt und Bürgerinitiative bereits im Dezember geschlossen werden. Nun wird sie als Unterkunft für Geflüchtete bis Ende 2022 weiter genutzt.

Auch neue Abmachung für Neugraben-Fischbek

Auch mit der Bürgerinititative in Neugraben-Fischbek hat die Stadt neu verhandelt. Flüchtlinge sollen in der Cuxhavener Straße an der Bundestraße 73 laut Auskunft von Initiativen-Sprecher Sven Blum zwei Jahre länger bis Anfang 2023 bleiben können. Allerdings müssen dafür andere Unterkünften im Stadtteil kleiner werden.

Der Vertrag soll in der kommenden Woche unterschrieben werden. Weil die Stadt die mit mehreren Bürgerinitiativen 2016 ausgehandelten Verträge nicht einhalten konnte, musste sie jetzt nachverhandeln. Im Kern geht es um kleinere Unterkünfte und deren gerechten Verteilung in der Stadt.

2.500 Unterkunftsplätze sollen abgebaut werden

Im vergangenem halben Jahr mussten laut aktuellem Lagebericht der Stadt monatlich zwischen 200 und 300 Menschen untergebracht werden. 500 bis 650 Geflüchtete zogen pro Monat aus den Einrichtungen wieder aus. In diesem Jahr sollen bis zu 2.500 Unterkunftsplätze abgebaut werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 15.01.2021 | 17:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

Visualisierung: Coronavirus. © picture alliance / 360-Berlin

170 neue Corona-Fälle in Hamburg

Seit Beginn der Pandemie wurden laut Behörde insgesamt 53.359 Menschen in der Hansestadt positiv auf das Coronavirus getestet. mehr