U5  Statue

Neue U5 soll möglichst umweltschonend gebaut werden

Stand: 08.01.2021 13:39 Uhr

Für den Bau der U5 soll wenig Kohlendioxid verbraucht werden. Die Verkehrsbehörde und die Hamburger Hochbahn arbeiten dafür an einem Konzept. Umweltschützer lehnen den U-Bahn-Bau ab.

Bei der Herstellung von Beton entsteht jede Menge CO2. Deshalb sind Umweltschützer nun nicht mehr für den Bau von U-Bahnen, obwohl die ja Autofahrer auf die Schiene locken. Der Hamburger BUND behauptet sogar, erst nach 100 Jahren Betrieb sei das beim Bau der U5 freigesetzte klimaschädliche Gas ausgeglichen. Die Verkehrsbehörde hält dagegen: 100 Jahre ergebe eine Studie für Berlin, die könne man nicht eins zu eins übertragen.

Klimaschutz soll bei Ausschreibungen berücksichtig werden

Hochbahn-Chef Henrik Falk arbeitet an einem Klimakonzept: Es geht dabei um besonderer Beton und den Einsatz von Recyclingstoffen. "Ganz entscheidend ist die Optimierung. Das werden wir im Rahmen der Ausschreibung hammerhart durchdrücken, dass wir die Baufirmen zu einem optimierten Bauen im Sinne einer positiveren CO2-Bilanz antreiben werden", sagte Falk.

Zudem könne nur eine U-Bahn die Verkehrsströme bewältigen. Die U5 soll auch die Metrobus-Linien 5 und 6 mit ihren täglich 100.000 Fahrgästen ersetzen. Zur Verringerung der Umweltbelastung gibt es auch ein Konzept für das beim U-Bahn-Bau ausgehobene Erdreich: Es soll nicht per Lastwagen Hunderte Kilometer entfernt abgekippt, sondern in Hamburg etwa beim Hafenbau verwendet werden.

Weitere Informationen
Karte von Hamburgs Innenstadt mit der eingezeichneten Linie und den Haltestellen der geplanten U5.

Für Bau der U5 soll Teil der Binnenalster trockengelegt werden

Im Verkehrsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft wurden Details zur Planung der neuen U-Bahn-Linie 5 vorgestellt. (06.01.2021) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 08.01.2021 | 13:00 Uhr

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