Umweltsenator Jens Kerstan stellt die neuen Ranger für Hamburgs Naturschutzgebiete vor. © picture alliance / dpa Foto: Marcus Brandt

Neue Ranger für Hamburgs Naturschutzgebiete vorgestellt

Stand: 21.10.2021 16:16 Uhr

In Hamburgs Naturschutzgebieten werden in Zukunft zehn Rangerinnen und Ranger nach dem Rechten sehen.

Man habe in der Pandemie erlebt, dass die Bürger die Natur in der Stadt zu lieben gelernt haben, sagte Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) bei der Vorstellung des neuen Dienstes am Donnerstag im Naturschutzgebiet Boberger Niederung. Angesichts des großen Andrangs müsse man aber aufpassen, dass die sensiblen Gebiete nicht "zu Tode geliebt" werden. "An besonders schönen Sommerwochenenden haben wir festgestellt, dass einige Besucher auch mit wenig Sensibilität querfeldein durch unsere Naturschutzgebiete pflügen", sagte Kerstan.

Ranger sollen auf Einhaltung der Regeln achten

In solchen Fällen kommen in Zukunft die neuen Rangerinnen und Ranger ins Spiel: Zunächst sollen sie auf die geltenden Regeln hinweisen. Falls es notwendig sein sollte, können sie Ordnungswidrigkeiten aber auch ahnden. Zu ihren Aufgaben gehört auch, die Menschen über die Bedeutung der geschützten Natur zu informieren oder Schilder und Bänke zu reparieren.

Vereinbarung mit Volksinitiative

Auf die zehn Stellen, von denen bisher acht besetzt sind, gingen nach Angaben der Umweltbehörde etwa 500 Bewerbungen ein. Der Dienst geht den Angaben zufolge auf eine Vereinbarung mit der Volksinitiative "Hamburgs Grün erhalten" zurück. In Hamburg gibt es laut Umweltbehörde 36 Naturschutzgebiete. Das entspricht fast zehn Prozent der Landesfläche.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 21.10.2021 | 18:00 Uhr

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