Stand: 31.08.2020 16:19 Uhr

Neue Kampagne: Radfahrende richtig überholen

Hamburgs Innensenator Andy Grote präsentiert die Kampagne "Wir geben acht". © NDR Foto: Ingmar Schmidt
Innensenator Grote und Verkehrssenator Tjarks: Genügend Abstand bei Überholen von Radfahrenden halten.

Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) und Innensenator Andy Grote (SPD) haben am Montag gemeinsam eine neue Kampagne vorgestellt. Dabei geht es um den ausreichenden Abstand zu Radfahrenden beim Überholen. Seit April ist hierbei innerorts ein Mindestabstand von eineinhalb Metern vorgeschrieben, außerorts sogar ein Abstand von zwei Metern.

"Überholen - aber richtig!"

Um die neue Regelung noch stärker ins Bewusstsein zu rufen, setzt der Senat die Verkehrssicherheitskampagne "Hamburg gibt Acht!" mit einem neuen Motiv fort. "Überholen - aber richtig!", lautet das Motto. Rund 80 Radunfälle gab es in den vergangenen beiden Jahren, weil Autofahrerinnen und Autofahrer beim Überholen mit zu geringem Abstand fuhren. Verkehrssenator Tjarks sagte, es gebe Probleme in der Stadt, das merke man, wenn man als Radfahrer in Hamburg unterwegs sei. "Umso wichtiger ist es, auf die Neuregelung der Straßenverkehrsordnung hinzuweisen, die sagt: 1,5 Meter sind vorgeschrieben. Und es gibt auch ein erhöhtes Bußgeld von 30 bis 100 Euro. Wir weisen jetzt darauf hin, wir machen diese Kampagne, aber wir werden das auch kontrollieren."

Grote plädiert für mehr Gelassenheit am Steuer

Und Innensenator Grote plädierte für mehr Gelassenheit im Straßenverkehr. "Wenn ich die 1,5 Meter einhalte und das bedeutet, dass ich gerade mal nicht überholen kann, dann ist das eben so. Dann lehn ich mich entspannt zurück und fahre auch mal eine Weile hinterher." Grote betonte, obwohl Corona-bedingt mehr Menschen aufs Fahrrad stiegen, sei die Zahl der Radunfälle in Hamburg im ersten Halbjahr 2020 um mehr als sieben Prozent zurückgegangen.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 31.08.2020 | 15:00 Uhr

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