Neue Corona-Hilfen vom Bund: Reaktionen aus Hamburg

Stand: 04.02.2021 18:01 Uhr

Der Koalitionsausschuss in Berlin hat am Mittwochabend milliardenschwere Hilfen zur Abfederung der Krise beschlossen. In Hamburg gibt es viele positive Reaktionen.

Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) äußerte sich zufrieden über die Ergebnisse. Sie seien "sozial sehr ausgewogen". Dressel kündigte an, die finanziellen Hilfen vom Bund bestmöglich und schnell umzusetzen. Wie schnell das geht, hänge allerdings von konkreten Zahlen und klaren Ansagen vom Bundesfinanzministerium ab.

DGB: Kontinuierliche Hilfe wäre besser gewesen

Für Hamburgs DGB-Chefin Katja Karger war es längst überfällig, dass auch die sozialen Bedürfnisse mehr wahrgenommen würden. Schade sei allerdings, dass es sich bei dem Kinderbonus von 150 Euro für Familien wie auch für die Empfänger von Grundsicherung um eine Einmal-Zahlung handele und keine kontinuierliche Hilfe beschlossen worden seien, sagte Karger im Gespräch mit NDR 90,3.

Millionen für die Kultur

Kultursenator Carsten Brosda (SPD) sprach von "guten Nachrichten für Hamburg". Er sei "glücklich über dieses großartige Signal", sagte er dem Hamburg Journal. Das Corona-Hilfspaket "Neustart Kultur" wird nach den Beschlüssen des Koalitionsausschusses um eine Milliarde Euro aufgestockt. Wieviel davon in die Hamburger Kultur fließt, steht noch nicht fest. Brosda rechnet aber mit mindestens 25 Millionen Euro.

VIDEO: Corona-Hilfen: 150 Euro pro Kind für finanzschwache Familien (3 Min)

Dehoga sieht wichtiges Signal

"Richtig, wichtig und mutmachend" - so lautet die Einschätzung des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga zu den Beschlüssen. Die Verlängerung der Mehrwertsteuersenkung auf sieben Prozent bis Ende kommenden Jahres schaffe Perspektiven für notleidende Restaurants und lasse Hoffnung und Vertrauen in die Zukunft wachsen, sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick.

Der Koalitionsausschuss hatte außerdem beschlossen, dass für plötzlich in Not geratenen Selbstständige und Beschäftigte mit kleinen Einkommen der erleichterte Zugang in die Grundsicherung bis Ende 2021 verlängert wird. Für Unternehmen, die Corona-bedingt Verluste erleiden, wird die Möglichkeit zur Verrechnung der Einbußen mit früheren Gewinnen verdoppelt - auf maximal 10 Millionen Euro beziehungsweise 20 Millionen bei einer Zusammenveranlagung.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 04.02.2021 | 17:00 Uhr

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