Nach Verfolgungsjagd in Hamburg: Geldstrafe für Autofahrer

Stand: 13.10.2021 18:16 Uhr

Das Amtsgericht Blankenese hat am Mittwoch einen 35-Jährigen wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens zu einer Geldstrafe von 3.600 Euro verurteilt. Zudem wird sein Führerschein für fast zwei Jahre gesperrt.

Vor einem Jahr lieferte sich der 35-Jährige mit dem Auto eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei - erst auf der Autobahn, dann quer durch Altona. Kurz vor der Ausfahrt Eidelstedt auf der A23 wollte die Polizei den Mercedes-Fahrer kontrollieren. Statt rauszufahren, gab der Gas - 150 km/h im Baustellenbereich, später 70 km/h in der Tempo-30-Zone. Der Angeklagte fuhr ungebremst über Stoppschilder und rote Ampeln, drängte andere Autos zur Seite und überfuhr fast eine Radfahrerin.

Verfolgungsjagd mit zehn Streifenwagen

Zehn Streifenwagen versuchten ihn zu stoppen. Als er endlich anhielt, lachte der Fahrer nur. Wegen Corona sei das Leben gerade so langweilig, erklärte er einem Polizisten. Da hätte er mal Lust auf ein kleines Duell gehabt.

Verurteilung nach neuem Gesetz

Vor dem Amtsgericht lachte der 35-Jährige nicht mehr. Das Duell, das ihn so reizte, heißt juristisch verbotenes Kraftfahrzeugrennen. Er ist einer der Ersten in Hamburg, der nach diesem recht neuen Gesetz verurteilt wurde.

Bei seiner Fahrt hatte der Angeklagte nicht mal einen Führerschein. Den bekommt er auch so schnell nicht zurück. Denn, so der Amtsrichter: "Sie sind wirklich ungeeignet zum Autofahren." Der Führerschein war dem Angeklagten bereits zuvor entzogen worden. Während der nun verhängten fast zweijährigen Sperre kann er keinen neuen beantragen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 13.10.2021 | 17:00 Uhr

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