Stand: 10.08.2018 21:26 Uhr

Nach Unwetter: Bahnverkehr rollt wieder an

Das Tief "Oriana" ist am Donnerstagabend über Hamburg hinweggezogen - und sorgte auch am Freitag noch für Behinderungen im Bahnverkehr. Es kam zu Verspätungen und Zugausfällen. Die Schäden auf den Gleisen nach dem Unwetter seien größer gewesen als zunächst vermutet, hieß es von der Deutschen Bahn. Im Laufe des Nachmittags konnten alle Regional- und Fernverbindungen wieder aufgenommen werden. Dennoch kam es weiterhin zu Verzögerungen. Viele Bahnreisende mussten stundenlang auf die nächstmögliche Verbindung warten. 

Reisende sitzen drei Stunden fest

Schon am Donnerstagabend gab es Beeinträchtigunen im Bahnverkehr. In Eppendorf fiel ein Baum auf eine Oberleitung und fing Feuer. Nahe des S-Bahnhofs Elbgaustraße stürzte die Oberleitung auf die Gleise. Etwa 300 Passagiere saßen drei Stunden lang im Zug fest. Drei Fahrgäste wurden mit Kreislaufbeschwerden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Feuerwehrleute evakuierten den Zug gegen 23 Uhr. Dabei mussten Rollstuhlfahrer, Menschen mit Gehbehinderung, Mütter mit Kinderwagen und ältere Menschen teilweise mit einer Rettungslore durch das Gleisbett in den Bahnhof gebracht werden.

In der Nähe der Station Saarlandstraße fuhr eine U-Bahn über einen Baum, Teile der U3-Strecke wurden vorübergehend gesperrt. Die Deutsche Bahn stellte am Abend den Fernverkehr nördlich von Hannover ein. Betroffen waren zahlreiche Verbindungen von und nach Hamburg. Auch die Metronom-Strecken wurden von umgestürzten Bäumen blockiert. Am Hauptbahnhof wurde ein Notschlafzug für Gestrandete aufgestellt.

Feuerwehr zählt mehr als 300 Einsätze

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In mehreren Hamburger Stadtteilen stürzten Bäume auf Autos.

Gegen 19.30 Uhr hatte es einen kurzen, aber heftigen Regenguss mit starken Windböen, Blitz und Donner gegeben. Dabei wurden viele Straßen überschwemmt oder mit abgerissenen Ästen übersät. In einigen Stadtteilen gab es ein Verkehrschaos, weil die Polizei Straßen sperren musste.

Insgesamt zählte die Hamburger Feuerwehr mehr als 300 wetterbedingte Einsätze. Unterstützt wurden die Hamburger Berufswehren von bis zu 50 Freiwilligen Feuerwehren, so ein Sprecher. In den meisten Fällen drohten Bäume oder Baugerüste umzufallen. Außerdem wurden die Helfer wegen Blitzeinschlägen und vollgelaufener Keller gerufen.

Junges Paar wird von Baum getroffen

In mehreren Stadtteilen stürzten Bäume auf Autos. Im Bezirk Harburg wurden zwei junge Leute von einem umstürzenden Baum getroffen und leicht verletzt. Der 18-Jährige und seine 15 Jahre alte Freundin wurden bei einem Spaziergang am Außenmühlenteich überrascht. Ein Rettungswagen brachte das Paar in ein Krankenhaus.

Boote kentern auf der Alster

Auf der Außenalster ließ der Wind zwei Segelboote und ein Ruderboot kentern. Die Wassersportler konnten sich ans Ufer retten und wurden dort von einem Notarzt versorgt.

Der Flughafen musste für kurze Zeit seinen Betrieb einstellen. Auch der Dom wurde für eine Stunde geschlossen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 10.08.2018 | 17:00 Uhr

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