Stand: 05.09.2017 19:32 Uhr

Nach G20: Spenden für verletzte Polizisten

Der Polizeiverein Hamburg will Beamten, die beim G20-Gipfel im Juli verletzt wurden, mit 110.000 Euro unter die Arme greifen. Der Großteil des Geldes wurde von Bürgern gespendet. Werner Jantosch, ehemaliger Polizeipräsident und Vorsitzender des Vereins, ist von der Solidarität der Bürger aus dem ganzen Land überwältigt: Ohne einen Spendenaufruf kamen 92.000 Euro auf dem Konto des Vereins zusammen. Der Polizeiverein stockte den Betrag daraufhin um 18.000 Euro auf. "Für viele ist es ein Ventil, ihre Solidarität zu zeigen", so Jantosch. So etwas habe es in den letzten Jahren in Hamburg nicht gegeben.

Gerechte Verteilung der Spendengelder

Das Geld soll jetzt möglichst gerecht auf alle verletzten Polizisten verteilt werden. Die meisten Verletzten gab es bei der Berliner Polizei, die mit mehreren Hundertschaften in Hamburg im Einsatz war. Aber auch Polizeibeamte aus den Niederlanden, Österreich, Dänemark und Frankreich werden bedacht. In Hamburg bekommen acht schwer verletzte Beamte einen Zuschuss von 800 Euro für ein Wellness-Wochenende.

Mehr als 700 verletzte Beamte

Insgesamt waren 721 Polizeibeamte verletzt worden, darunter 85 Polizisten aus Hamburg. Zu dem Gipfeltreffen waren mehr als 15.000 Beamte im Einsatz.

G20 in Bildern: Das war der Gipfel

Weitere Informationen

Sonderausschuss arbeitet G20-Krawalle auf

Wie konnte es zu den Krawallen während des G20-Gipfels kommen? Ein Sonderausschuss hat die Arbeit aufgenommen. Einen Ortstermin in der Roten Flora wird es nicht geben. (31.08.2017) mehr

G20-Ermittlungen: Mehr Personal für Justiz

Die Hamburger Polizei ermittelt in mehr als 2.000 Fällen wegen mutmaßlicher Straftaten während des G20-Gipfels. Gerichte und Staatsanwaltschaft sollen deshalb personell verstärkt werden. (29.08.2017) mehr

G20: Polizeipräsident verteidigt Reizgaseinsatz

Hamburgs Polizeipräsident Meyer hält das Verschießen von Reizgas bei den G20-Protesten für zulässig. Auswärtige Einheiten hatten entgegen einer Anordnung Reizgas-Pistolen eingesetzt. (18.08.2017) mehr

Nach G20: Erste Klage wegen Polizeieinsatzes

Wegen der Auflösung einer G20-Demo haben zwei Demonstranten Klage gegen die Stadt Hamburg eingereicht. Eine Studentin und ein Schüler waren von Bundespolizisten verletzt worden. (14.08.2017) mehr

G20-Nachspiel: Ermittlungen gegen Polizisten

Im Juli haben Polizisten einen Bus der sozialistischen Jugendorganisation "Die Falken" gestoppt, der auf dem Weg zu einer Demo gegen den G20-Gipfel war. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft. (30.07.2017) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 05.09.2017 | 18:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

02:01
Hamburg Journal

Kann Aygül Özkan nominiert werden?

20.08.2018 19:30 Uhr
Hamburg Journal
02:45
Hamburg Journal

Özkan-Kandidatur: Trepoll verteidigt Bekanntgabe

20.08.2018 19:30 Uhr
Hamburg Journal
01:52
Hamburg Journal

Urteil gegen IS-Rückkehrer

20.08.2018 19:30 Uhr
Hamburg Journal