Stand: 05.04.2019 14:29 Uhr

NABU nimmt Luftmessnetz am Hafen in Betrieb

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Die acht Messstationen des NABU sammeln entlang der Elbe am Hamburger Hafen Daten.

Der Naturschutzbund (NABU) Hamburg hat am Freitag ein eigenes Messnetz für die Luftqualität am Hafenrand in Betrieb genommen. Acht Sensoren entlang der Elbe messen zwischen der Hafencity und Teufelsbrück die Belastung der Luft mit sieben verschiedenen Schadstoffen - darunter Feinstaub und Stickoxid. Ziel des Projektes sei es, die großen Lücken des städtischen Messnetzes im Bereich Norderelbe zu schließen und die Umwelt- und Gesundheitsgefährdung durch Schiffe und den Hafen besser abschätzen zu können. Die Messergebnisse sollen im Internet veröffentlicht werden.

"Wir werden besonders an kritischen Tagen wie dem Hafengeburtstag oder den Cruise Days die Messwerte genau verfolgen", sage NABU-Experte Sönke Diesener. Durch die Anordnung der Messpunkte werde es auch möglich, Luftbelastungen einem konkreten Schiff zuzuordnen.

Keine rechtliche Wirkung

Die Sensoren kommen von dem Hamburger Startup-Unternehmen Breeze Technologies und erreichen nach Angaben der Firma rund 90 Prozent der Messgenauigkeit des offiziellen städtischen Messnetzes. Rechtliche Wirkungen gehen von den Messergebnissen nicht aus, da sie nicht offiziell sondern privat ermittelt werden.

Verschiedene Luftschadstoffmessungen, unter anderem durch den NDR, hatten bereits zuvor gezeigt, dass die Schadstoffkonzentration an der Elbe zum Teil gesundheitsgefährdend ist. So lagen Messwerte des NDR an den Landungsbrücken vier Mal höher als der gesetzliche Grenzwert.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 05.04.2019 | 13:00 Uhr

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