Stand: 15.04.2019 07:07 Uhr

Musical "Paramour": Ein Fest für die Sinne

Die Musicals kommen und gehen in Hamburg. Aber dieses hier, hieß es vorab immer, soll wirklich mal was ganz Neues sein: eine Mischung aus Musical und Cirque-du-Soleil-Akrobatik. Am Sonntag hat "Paramour" im Theater Neue Flora Europa-Premiere gefeiert. Bisher gab es die Show nur in New York.

"Paramour" (Geliebte/r) spielt in den 1920er-Jahren zu Zeiten der goldenen Ära Hollywoods. Erzählt wird die Geschichte eines Regisseurs (Pasquale Aleardi), der nach jungen Talenten für einen neuen Kinofilm sucht. Er verliebt sich in seine Hauptdarstellerin (Vajèn van den Bosch), doch die junge Schauspielerin hat auch ein Auge auf den Pianisten (Anton Zetterholm) geworfen, der den Titelsong für den Film komponieren soll. Eine klassische Dreiecksgeschichte also - weder neu noch aufregend. Den Unterschied macht tatsächlich die Mischung aus Musical und Akrobatik: "Paramour" ist ein Fest für die Sinne - mit Swing-Musik und viel Glamour.

Singender Darsteller

Premiere für "Paramour"

Hamburg Journal -

Zum ersten Mal schwingen sich die Akrobaten des Cirque du Soleil im Dienste einer Geschichte durch den Bühnenhimmel. In der Neuen Flora hat das Spektakel Europapremiere gefeiert.

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Akrobatik und Glamour

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Am Ende gab es viel Applaus für die "Paramour"-Premiere in der Neuen Flora.

In einer Nachtclub-Szene etwa dreht der Kellner auf dem Einrad seine Runden und balanciert dabei eine junge Frau auf dem Kopf. In einer Western-Szene übertreffen sich die Artisten gegenseitig, indem sie - von einer Wippe in die Luft geschleudert - immer noch mehr Saltos drehen. Szenenapplaus gibt es auch, als die Zwillingsbrüder Andrew und Kevin Atherton an Seilen über den Köpfen des Publikums durch den Raum fliegen - nur mit einer Hand an einem herabhängenden Band schwingen die beiden Artisten quer über den Zuschauerraum. Dabei drehen sie sich mehrfach um die eigene Achse.

Opulente Kostüme

Jeden Abend stehen 36 Ensemblemitglieder auf der Bühne, darunter 20 Akrobaten des berühmten Cirque du Soleil, zehn Tänzer und sechs Schauspieler. Dazu kommt eine sechsköpfige Band, die neben typischen Musicalballaden auch Swing und Charleston spielt. Die Kostüme und das Bühnenbild sind so opulent wie die Filmwelt, in der die Geschichte spielt - zum Beispiel als auf einmal Kleopatra mit ihrem Gefolge auf der Bühne erscheint.

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Zum Finale gibt’s eine Verfolgungsjagd auf einem Hoteldach: Die Artisten springen auf Trampolinen, die man als Zuschauer nicht sieht. Clou des Bühnenbilds sind Live-Projektionen von Action-Kameras, die auf eine riesige Leinwand übertragen werden, die fast den gesamten Bühnenraum einnimmt.

Die Mischung ist spektakulär

"Die Akrobaten sind nicht einfach nur beeindruckend, sondern sie erzählen eine Geschichte", sagt Schauspieler Walter Sittler, der sich die Premiere nicht entgehen ließ. Auch Schauspielerin und Sängerin Jasmin Wagner oder Handball-Star Pascal Hens waren begeistert von "Paramour". Überwiegendes Fazit des Publikums am Ende: Auch wenn die Handlung wenig überraschend ist, die Mischung aus Musical und Akrobatik ist spektakulär. Und, verglichen mit allen anderen Musicals, die schon da waren - tatsächlich etwas ganz Neues.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 15.04.2019 | 09:15 Uhr

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