Stand: 18.07.2019 13:56 Uhr

Missbrauchsvorwürfe gegen Feuerwehrmann

In einem Prozess um sexuellen Kindesmissbrauch vor dem Hamburger Amtsgericht hat eine Mutter am Donnerstag schwere Vorwürfe gegen die Jugendfeuerwehr Hummelsbüttel erhoben. Die habe den Betreuer geschützt, der ihren Sohn sexuell belästigt haben soll.

Schwere Vorwürfe gegen Jugendfeuerwehr

Der Mutter war die Sache komisch vorgekommen. Der angeklagte Jugendbetreuer habe auffällig die Nähe ihres Sohnes gesucht, erzählt sie vor dem Amtsgericht. Er habe den 14-Jährigen wiederholt zum Eis und in ein Schnellrestaurant eingeladen. Außerdem hatte er mit ihm eine Rettungsübung durchgeführt, bei der der Junge sich bis auf die Unterhose ausziehen musste und vom Angeklagten an der Leiste geschminkt wurde, angeblich zur Simulation einer Verletzung.

Leiter der Feuerwache soll abgeblockt haben

Sie habe ihr Unbehagen gegenüber dem Leiter der Feuerwache geäußert - der aber habe abgeblockt, sagte die Mutter. Erst als sie den Jugendbetreuer bei der Polizei angezeigt hatte, sei ihm der Zutritt zur Feuerwache verwehrt worden.

Angeklagter bestreitet die Vorwürfe

Der 36-Jährige ist noch wegen eines zweiten Vorfalls angeklagt. Er soll einen weiteren Jungen im Genitalbereich berührt haben. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Neben seinen Ämtern bei der freiwilligen Feuerwehr hat er inzwischen auch seinen Job als Rettungssanitäter verloren.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.07.2019 | 16:00 Uhr

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