Stand: 28.08.2019 10:50 Uhr

Stapelfeldt: Kein Mietendeckel wie in Berlin

Bild vergrößern
Dorothee Stapelfeldt kann sich einen Mietendeckel wie in Berlin für die Stadt Hamburg nicht vorstellen.

Die Pläne des rot-rot-grünen Berliner Senats für einen Mietendeckel mit gesetzlich festgelegten Obergrenzen für die Wohnkosten werden inzwischen bundesweit diskutiert. Da sich die Miet-Situation in vielen deutschen Großstädten ähnelt, bleibt die Frage, ob so ein Mietendeckel auch für Hamburg denkbar wäre. Hamburgs Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) erteilte dieser Idee im NDR Info Interview eine klare Absage: Natürlich brauche es auch neue und auch klare gesetzliche Bestimmungen, aber das Berliner Modell für einen Mietendeckel trage nicht und sei ungeeignet für die Hansestadt.

Dorothee Stapelfeldt spricht im Rathaus in der Hamburgischen Bürgerschaft. © dpa Foto: Daniel Bockwoldt

Stapelfeldt: Berliner Mietendeckel nichts für Hamburg

NDR Info - Infoprogramm -

Hamburgs Stadtentwicklungssenatorin Stapelfeldt (SPD) will mit der Bauwirtschaft für bezahlbare Mieten sorgen. Einen Mietendeckel wie in Berlin lehne sie ab, sagte sie auf NDR Info.

2,17 bei 30 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

"Mehr bezahlbarer Wohnraum schafft klare Entlastung"

Hamburgs Strategie sei eine andere: Stapelfeldt betonte, dass die geltenden Mieterschutz- und Wohnraumschutzgesetze verschärft wurden - außerdem nannte sie als weiteren Punkt die flächendeckende Mietpreisbremse. Und sie verwies auf ein Wohnungsbauprojekt, dass vor acht Jahren gestartet wurde. Das Wichtigste sei, eine leistungsfähige Wohnungswirtschaft zu haben, mit der zusammen sich die Regierung einsetze, bezahlbaren Wohnraum in der Stadt zu schaffen.

"Ich finde, es ist ein Erfolg für Hamburg, wenn wir mehr bezahlbaren Wohnraum geschaffen haben, weil das eine klare Entlastung ist. Die Mieten im öffentlich geförderten Wohnungsbau in Hamburg liegen anfangs bei 6,50 Euro. Das ist sozusagen zwei Euro unter der Durchschnittsmiete nach dem Mietenspiegel."

Weitere Informationen

Hamburg: Bündnis gegen Wohnungsnot startet

Rund 12.000 Menschen haben trotz eines Dringlichkeitsscheins im vergangenen Jahr keine Wohnung in Hamburg gefunden. Am Montag startete eine Kampagne gegen diesen Missstand. mehr

Wohnungsnot: Wenn die Suche ewig dauert

Im vergangenen Jahr fanden mehr als 12.000 Menschen in Hamburg keine Wohnung. Oliver Brüggemann ist einer von ihnen. Nach einem Gefängnisaufenthalt wegen Schwarzfahrens ist er nun auf der Suche. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Infoprogramm | 28.08.2019 | 08:08 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

06:05
Hamburg Journal
00:33
Hamburg Journal
00:34
Hamburg Journal