Stand: 13.05.2019 17:13 Uhr

Metall- und Elektroindustrie ist unzufrieden

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Die norddeutschen Metall- und Elektroindustrie-Unternehmen blicken derzeit pessimistisch in die Zukunft.

Die Konjunktur in der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie trübt sich laut dem Arbeitgeberverband Nordmetall weiter ein. Die Unternehmen der Branche blicken zunehmend pessimistisch in die Zukunft. Nach der traditionellen Frühjahrsumfrage des Verbandes sind nur noch knapp 40 Prozent der Betriebe zufrieden mit der aktuellen Lage.

Steigender Kostendruck in der Branche

Die Boomjahre sind vorbei, sagte Nordmetall-Präsident Thomas Lambusch am Montag. Der negative Konjunkturtrend vom vergangenen Herbst setze sich auch in diesem Frühjahr 2019 fort. Die Metall- und Elektrounternehmen im Norden sind nur noch zu vier Fünfteln ausgelastet, die Zahl der Aufträge geht spürbar zurück. "Rund 70 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass der Auftragsbestand gerade mal ausreichend oder unbefriedigend ist", sagte Lambusch. Das sei ein schlechtes Zeichen.

Qualifiziertes Personal ist Mangelware

Dabei stehen die Hamburger Unternehmen der Branche noch etwas besser da als die Konkurrenz aus dem Umland. Allerdings zeigt sich in der Hansestadt ein Problem deutlicher als in den angrenzenden Gebieten: Die Arbeitgeber finden immer seltener Fachkräfte. Und Bewerber um Ausbildungsplätze sind häufig nicht ausreichend qualifiziert. Betriebe bieten darum Nachhilfekurse etwa in Mathe und Deutsch an - selbst für Realschul-Absolventen oder Abiturienten.

Unternehmen wollen im Ausland produzieren lassen

Laut Lambusch planen so viele Unternehmen wie seit Jahren nicht mehr, Teile der Produktion ins Ausland zu verlagern. Die hohen Arbeitskosten und neue Gesetze sind laut Umfrage die Hauptprobleme für die Wirtschaft. Lambusch fordert deshalb, dass Unternehmens- und Lohnsteuer gesenkt werden sollen - anstatt über zusätzliche Abgaben wie die CO2-Steuer zu debattieren.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 13.05.2019 | 17:00 Uhr

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