Schattenriss zu Festnahme mit Handschellen © picture-alliance / dpa Foto: Marcus Führer

Menschenhandel: Polizei fasst "La Diabla"

Stand: 04.12.2021 09:14 Uhr

Die Hamburger Polizei hat einen der meistgesuchten Menschen Europas verhaftet. Und das in einer Wohnung in Hohenfelde.

"La Diabla" - die Teufelin stand auf der Fahndungsliste von Europol ganz weit oben. Die 34-jährige Frau aus Venezuela soll laut spanischer Polizei der Kopf eines Menschenhändlerrings sein. Jetzt wurde sie geschnappt, von Hamburger Zielfahnderinnen und Zielfahndern in einer Wohnung im Graumannsweg in Hamburg-Hohenfelde.

Menschenhandel und Geldwäsche

Die spanischen Behörden werfen ihr neben Menschenhandel auch Geldwäsche und die Bildung einer kriminellen Vereinigung vor. Auch über Deutschland soll sie Menschen nach Spanien geschleust haben. Dort sollten die Opfer ihre Schulden durch Prostitution begleichen.

Auslieferung nach Spanien

Weil es Hinweise gab, dass sich die 34-Jährige in Hamburg aufhielt, konnte die Staatsanwaltschaft einen Durchsuchungsbeschluss erwirken - am späten Mittwochabend griffen die Beamtinnen und Beamten dann zu. "La Diabla" wird jetzt an die spanischen Behörden ausgeliefert. Die Hamburger Polizei hatte am Freitag die Verhaftung eines 34-jährigen Mannes aus Venezuela gemeldet und keine näheren Angaben zur Identität gemacht.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 04.12.2021 | 08:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

Ties Rabe (SPD), Hamburgs Schulsenator, während einer Landespressekonferenz. © Screenshot

Präsenzpflicht an Hamburger Schulen bleibt trotz Corona-Rekorden

Zur Bewertung der Lage sei vor allem der Blick auf die tatsächlich erkrankten Kinder und Jugendliche relevant, sagte der Schulsenator. mehr