Mehr private Anzeigen gegen Falschparker

Falschparker sorgen in Hamburg offenbar für immer größeren Ärger. Die Zahl der privaten Anzeigen gegen Parkverstöße ist in diesem Jahr deutlich gestiegen. Das hat der Senat in der Antwort auf eine Anfrage der Grünen mitgeteilt. In den ersten acht Monaten dieses Jahres haben Bürger demnach 27.162 Mal Anzeigen gegen Falschparker erstattet. Das waren fast so viele wie im gesamten Jahr 2018, als in zwölf Monaten 28.353 Anzeigen erstattet wurden.

"Über die Parkverstöße ärgern sich offenbar viele Hamburgerinnen und Hamburger - einige sogar so stark, dass sie zum Handy greifen und Anzeige erstatten", sagte der Verkehrsexperte der Grünen-Fraktion, Martin Bill, der die Anfrage gestellt hatte. Nur so könne er sich "die erschreckend hohe Zahl von Anzeigen erklären".

"Brauchen dringend mehr Rücksicht im Straßenverkehr"

Parkverstöße seien kein Kavaliersdelikt. "Sie gefährden andere Verkehrsteilnehmende und behindern Rettungseinsätze", sagte Bill. Gerade für Schüler bedeuteten falsch abgestellte Fahrzeuge ein hohes Risiko, da sie das Sichtfeld der Autofahrer einschränkten und die Schüler deshalb leicht übersehen werden könnten. "Wir brauchen dringend mehr Rücksicht im Straßenverkehr. Daher appelliere ich an alle Autofahrerinnen und Autofahrer, beim Parken auf Fuß-, Rad und Schulwege zu achten", sagte Bill.

Allein durch die von Dritten gestellten Anzeigen konnte die Stadt in diesem Jahr bereits Einnahmen in Höhe von mehr als 604.000 Euro an Verwarn- und Bußgeldern verbuchen. Im vergangenen Jahr waren es über 640.000 und 2017 sogar über 800.000 Euro.

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