Ties Rabe (SPD), Schulsenator während einer Landespressekonferenz.

Gibt es bald eine Jan-Fedder-Schule in Hamburg?

Stand: 08.12.2020 13:59 Uhr

In Hamburg sollen in den kommenden Jahren 44 neue Schulen öffnen. Die Schulbehörde hat bisher mehr als 1.200 Namensvorschläge bekommen, der häufigste: Jan Fedder.

"Ich freue mich sehr, dass so viele Hamburgerinnen und Hamburger Namensvorschläge für unsere neuen Schulen eingereicht haben", so Bildungssenator Ties Rabe (SPD) bei der Landespresskonferenz in Hamburg am Dienstag. "Ein guter Schulname prägt eine Schule, stiftet Identität und würdigt zugleich eine vorbildliche Persönlichkeit." Insgesamt hätten bei dem Ideenwettbewerb 454 Bürgerinnen und Bürger 1.208 Vorschläge mit 717 unterschiedliche Schulnamen eingereicht.

Hamburger wollen Schule nach Jan Fedder benennen

Der Schauspieler Jan Fedder. © NDR/ARD/Thorsten Jander
"Großstadtrevier"-Schauspieler Jan Fedder wurde am häufigsten als Namenspate vorgeschlagen.

16 Vorschläge entfielen auf den 2019 verstorbenen Schauspieler Jan Fedder. 14 Mal wurde die SPD-Politikerin Elisabeth Selbert genannt, die als eine der vier "Mütter des Grundgesetzes" gilt. Mehr als zehn Mal wurden die Frauenrechtlerin Lida Gustava Heymann, die Natur- und Pflanzenschützerin Loki Schmidt, die Schriftstellerin Astrid Lindgren, die Mathematikerin Emmy Noether, die Schauspielerin Heidi Kabel und der Schriftsteller Siegfried Lenz genannt. Nach Loki Schmidt ist bereits eine Grundschule in Othmarschen benannt.

Daneben gab es einige plattdeutsche Namensvorschläge, wie zum Beispiel die "Schule Plietschköpp" oder die "Schule Tohoop". Auch die beiden Hamburger Originale Zitronenjette Henriette Müller und Wasserträger Hans Hummel wurden vorgeschlagen.

Lebende Namenspaten nicht erlaubt

Zurzeit sind Hamburgs Grundschulen meist nach ihrer Straße benannt, Stadtteilschulen nach ihrem Stadtteil und Gymnasien nach ihrem Stadtteil oder einer Persönlichkeit. Lebende Personen können in der Hansestadt nicht Namenspate für eine Schule sein.

Bis 2030 werden laut Senat voraussichtlich mehr als 40.000 zusätzliche Kinder und Jugendliche Hamburgs Schulen besuchen. 44 neue Schulen sollen gebaut und 123 Standorte erweitert werden. Rabe hatte die Hamburgerinnen und Hamburger dazu aufgerufen, Vorschläge zu machen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 08.12.2020 | 17:00 Uhr

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