Stand: 08.09.2020 08:05 Uhr

Mehr Übergriffe auf Beschäftigte im öffentlichen Sektor

Die Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Bereich nimmt offenbar immer weiter zu. Bei einer Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) gaben 67 Prozent der Befragten an, in den vergangenen Monaten Opfer von Beleidigungen oder Bedrohungen geworden zu sein. Der DGB hat aus diesem Anlass eine Kampagne gestartet - das Motto lautet: "Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch".

Beleidigungen und körperliche Angriffe

Von Gewalt Betroffene gibt es demnach quer durch alle Branchen. Beleidigt oder sogar körperlich angegriffen werden sowohl immer mehr Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr, aber auch Kassiererinnen und Kassierer, Lehrkräfte und Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter. Eine Angestellte der Deutschen Bahn erzählte NDR 90,3, wie sie vor fünf Jahren in einem Intercity Express von angetrunkenen Fußballfans bepöbelt und bedroht wurde. Noch heute leide sie an dem Erlebten. Aktuell liefert laut Umfrage die Maskenpflicht im Fernverkehr den Fahrgästen offenbar einen Vorwand, das Zugpersonal zu beleidigen.

Forderung: Erfassung von Verbalattacken

Als Folge von Gewalt schläft mehr als die Hälfte der Betroffenen laut DGB-Umfrage schlechter. Rund jeder oder jede Dritte konnte nicht mehr zur Arbeit gehen und wurde krankgeschrieben. Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert eine umfangreichere Erfassung von Verbalattacken auf Beschäftigte und dass die Vorgesetzten in Unternehmen Gewalt gegen ihr Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen stärker zum Thema machen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 08.09.2020 | 08:00 Uhr

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